Wüstenrot & 1822direkt lassen Zinsen abrutschen

Als wenn Nachrichten aus und über Griechenland ein Startsignal für das Zinsschütteln darstellen würden. Kaum macht die “unvermeintliche Pleite” Griechenlands die europaweite Runde, purzeln mit nur kurzer Verzögerung die Zinsen der 1822direkt und der Wüstenrot.

Lange durchgehalten und doch mitgerissen

Zinspurzeln

Zinsrutsch mit Ansage?

1822direkt und Wüstenrot haben beide gemeinsam, die Zinsen letztendlich erst nach Monaten zu verändern. Im April schraubte 1822direkt am noch damaligen ZinsCash, heute “schlicht” Tagesgeldkonto, und Wüstenrot ließ das letzte Mal im März die Termingeldzinsen rutschen.

1822direkt senkt Tagesgeld Sonderzinssatz
Der für Neukunden garantierte Tagesgeld-Sonderzinssatz wird heute zum 23. Juli 2012 von 2,30% p.a. auf 2,05% p.a. reduziert. Im Klartext erhalten alle Neukunden, die ab heute das 1822direkt Tagesgeldkonto eröffnen einen reduzierten Zins. Kunden die noch gestern das Tagesgeld aktivierten, können sich weiterhin auf 2,30% p.a. bis zum 01.01.2012 freuen. Dafür bleibt die Zinsgarantie bis zum 01. Dezember 2012 bestehen.

Weiter unverändert bleibt die maximale Tagesgeldeinlage bis immerhin 250.000,- Euro für den angehobenen Tagesgeldzins, ebenso der variable Zins von 1,0% für Beträge über 250.000,- bis hin zu 500.000,- und 0,5% p.a. für alle Beträge, die darüber liegen.

Wüstenrot Termingeld flex ab 23. Juli
Die Termingeldanlage erfährt heute eine zweifache Änderung. Einmal die durchgehende Zinssenkung über die Laufzeiten 12, 24 und 48 Monate und durch das “Glattbügeln” der Zinsstaffel. Bisher galten unterschiedliche Zinssätze, je nachdem ob die Termingeldeinlage geringer als 25.000,- Euro oder darüber liegt. Ab heute sind (vorübergehend?) die Unterschiede beseitigt und sehen wie folgt aus:

Termingeldeinlagen ab 5.000,- Euro
12 Monate: 1,11% p.a. (bisher 1,44% p.a.)
24 Monate: 1,33% p.a. (bisher 1,55% p.a.)
48 Monate: 1,55% p.a. (bisher 1,88% p.a.)

Termingeldeinlagen ab 25.000,- Euro
Laufzeit
12 Monate: 1,11% p.a. (bisher 1,66% p.a.)
24 Monate: 1,33% p.a. (bisher 1,55% p.a.)
48 Monate: 1,55% p.a. (bisher 1,88% p.a.)

Gleichzeitig stellt die neue Zinsstaffel hervor, dass der Mindesteinlagebetrag zum Termingeld nach wie vor bei 5.000,- Euro festgeschrieben ist.

Das letzte “Zins-Wort” ist noch lange nicht gesprochen

Die Zinssenkungen durch 1822direkt und Wüstenrot können als zeitlicher Ausschnitt weiterer folgender Zins-Rasuren betrachtet werden. Die Stimmen von sog. “Ökonomen” über das “Morgen danach” sind längst verstummt. Zu oft lagen ihre “Prophezeiungen” daneben, um sich mit einer wiederholten Bauchlandung völlig zu disqualifizieren. Anscheinend haben auch sie verstanden, dass Vorhersagen derzeit schlicht weg nicht möglich sind. Was heute noch gilt, ist über Nacht bereits irrelevant. Es reicht eine einzige Nachricht, wie z.B. der Bedarf von weiteren 50 Mird. Euro Griechenlands, um überhaupt überlebensfähig zu bleiben.

Einer der wenigen festen Größen innerhalb der Euro-Zone ist der Leitzins der EZB. Dieser “dümpelt” bei 0,75% eine Zeit lang vor sich hin. Der sog. Hauptrefinanzierungssatz der Europäischen Zentralbank sagt spätestens dann überhaupt nichts mehr aus, wenn Banken ihre Kreditzinsen nach Belieben (Libor-Manipulationen) anpassen können.

Im Finanzmarkt Europas und der gesamten Welt herrschen zu viele unbekannte Parameter vor, um auch nur ansatzweise eine Prognose abgeben zu können. Diese unbekannten Größen besitzen immerhin eine Gemeinsamkeit, ein negatives Vorzeichen. Es braucht kein “Ökonom” zu sein, um die allgemeine Richtung in naher, mittelfristiger und langfristiger Zukunft abschätzen zu können.

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