Mittelstand nimmt Cyber-Gefahren nicht ernst genug


Der deutsche Mittelstand ist den bestehenden Gefahren im IT-Bereich zu sorglos eingestellt. GDV warnt vor den steigenden Risiken und fordert neben der technischen Aufrüstung vor allem das Anstreben eines Kulturwandels.

Mittelstand unterschätzt die eigene “Wichtigkeit” für Hacker

Internet-Sicherheit

Hacker interessieren sich sehr wohl für den Mittelstand

Als wenn es nicht ausreichen würde, dass die Entscheidungsträger der Politik sowie wie Großkonzerne und Monopolisten auf den Mittelstand einen Frontalangriff ausführen, haben es auch noch die Hacker und Cypberkriminellen auf die (noch) breit aufgestellten mittelständischen Unternehmen abgesehen. Jörg von Fürs­ten­werth, Vorsitzender der Geschäfts­füh­rung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), warnte vor den anwachsenden Risiken vor allem im IT-Bereich. Ausgerechnet die “Paradebranche des Mittelstandes” nehme die IT-Risiken nicht ernst genug.

Die schon im Vorfeld der ausgerufenen Corona-Krise angeschlagene Sparte Maschinenbau ist von den politisch motivierten Entscheidungen im Kampf gegen die Corona-Krankheit besonders hart getroffen worden. Deshalb unverständlich, warum sich ausgerechnet das wirtschaftliche Zugpferd der Bundesrepublik sich beinahe schon fahrlässig den Gefahren der Cyberkriminalität aussetzt. Inzwischen wurde schon jedes dritte Maschinenbauunternehmen ein Opfer von mehr oder weniger erfolgreichen Cyber-Angriffen, so Fürs­ten­werth. Dennoch hielte jeder zweiter Unternehmer in dieser Branche das Risiko, ein Opfer von IT-Angriffen zu werden, als gering. “Das passt nicht zusammen”, so der GDV-Chef. Ein Großteil befragter Firmen übt sich offenbar in Zweckoptimismus, da der eigene Betrieb als zu klein sei, um als interessantes Angriffsziel zu dienen. Außerdem sei bisher noch nichts passiert, so ein beliebtes Argument.

Doch wie für jede andere Branche auch gelte es für den Maschinenbau, die Probleme ernst zu nehmen. Die Sicherheit der betriebsinternen IT müsse geprüft und auf Stand gebracht werden. Viele verwendete Sicherheitseinrichtungen und Software seien bereits viele Jahre alt und stellten somit ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar. Derartige Sicherheitslücken müssen geschlossen werden. Obwohl derartige Risiken allgmein bekannt sind, gibt es im Jahr 2020 nur in jedem vierten Unternehmen einen Zuständigen für die IT-Sicherheit. Im sog. Darknet werden inzwischen von fast jeder zweiten Firma Kombinationen aus E-Mail-Account und Passwörter angeboten.

Es müsse weniger an den technischen Einrichtungen gearbeitet werden als an der Kultur. Mitarbeiter innerhalb eines Unternehmens müssten für die Problematik sensibilisiert werden und Verantwortliche einen Notfallplan ausarbeiten. “Der dringend benötigte Kulturwandel in Sachen Cybersicherheit kommt im industriellen Herzen der deutschen Wirtschaft nicht schnell genug voran,” so Fürstenwerth.

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