Galileo-Navisystem nun vor dem Durchbruch?


Das europäische Navigationssystem Galileo scheint vor dem ganz großen Durchbruch zu stehen. Zumindest wenn man der Darstellung der EU-Kommission folgte. Passives Funktionieren aufgrund von inzwischen 1 Milliarde empfangsfähigen Geräten und dennoch abhängig von „herkömmlichen“ Navi-Systemen.

EU-Kommission vermeldet mit Stolz 1 Mrd. Smartphones mit Galileo-Chip

Smartphone-Navi

Mehr als 1 Mrd. Smartphones lauschen nun auch Galileo

Sichtlich mit Stolz verkündete die EU-Kommission, dass inzwischen eine Milliarde Smartphone-Nutzer auf diesem Planeten vom Satellitennavigationssystem Galileo erreicht würden. Es handelte sich um das „genaueste Navigationssystem der Welt“ und dies wurde ermöglicht „durch eine wahrhaft europäische Anstrengung“, so die für Industrie, Binnenmarkt, Unternehmertum und KMU zuständige EU-Kommissarin Elżbieta Bieńkowska. Sie zeigt sich zuversichtlich darin, dass die Weltraumindustrie mit „mehr Arbeit, Ideen und Investitionen im Rahmen des neuen EU-Weltraumprogramms“ weiterhin gedeihe und blühe.

Fast alle moderne Smartphones besitzen einen Empfangs-Chip, der neben den von den USA kontrollierten GPS-System auch das im Dezember 2016 an den Start gegangene Galileo-System unterstützten. Dies ermöglichte eine genauere Navigation, Ortung und Zeitmessung.

Doch mit aktiver Nutzung des EU-Ortungssystems Galileo hat die nun genannte 1 Milliarde nicht viel zu tun. Die EU-Kommission nimmt einfach die Verkaufszahl der inzwischen mit einem entsprechenden Chip ausgerüsteten Geräte in die Hand und lässt diese virtuell mit den Galileo-Signalen berieseln.

Dennoch geht die EU-Kommission offenbar auch von einer aktiven Nutzung des Galileo-Ortungssystems aus, da die Nutzung via eCall für moderne Fahrzeuge die „tatsächliche Anzahl“ der Galileo-Nutzer noch weiter anstiegen ließe. Anhand von eCall könne bei einem Notfall der Standort des Fahrzeuges mitgeteilt werden und dieses System nutze Galileo.

Eine eingeschränkte Nutzbarkeit des Galileo-Systems räumt die EU-Kommission selbst ein. Im Dezember 2016 wurden „erste Dienste“ aktiviert und es handelte sich noch um die Durchführung einer Pilotphase. Die „volle Betriebsfähigkeit“ sei noch nicht erreicht und deshalb „werden Galileo-Signale in Kombination mit anderen Satellitennavigationssystemen verwendet“. Heißt soviel wie: „Galileo kann vom Navi empfangen werden, aber ohne GPS geht’s nicht“.

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