Die Anmeldungen für die Teilnahme an der 5G-Lizenzauktion sind erst raus, United Internet mischt frisch mit und die technischen Vorbereitungen für den Ausbau des neuen Breitbandnetzes sind bereits am Laufen. Es fehlen „nur noch“ die vergebenen Lizenzen.

Netzbetreiber agieren bereits im Vorlauf

Mobilfunk-Dschungel
Ausbau 5G-Netz bereits in Vorbereitung

Die EU hat erst frisch die Richtlinie für ein EU-weit harmonisiertes 5G-Netz gesetzt und für die anstehende Auktion der 5G-Lizenzen sind offenbar noch nicht mal alle Anmeldungen für die Teilnahme eingereicht worden. Telefónica Deutschland (O2) reichte die Anmeldung für die Teilnahme an der 5G-Auktion erst vergangene Woche ein. Vor wenigen Tagen gab United Internet (1&1, GMX, WEB.DE) bekannt, am künftigen deutschen 5G-Markt mitmischen zu wollen und die Politik windet sich mehr oder weniger darum, klare Aussagen über die Druckausübung auf die Mobilnetz-Betreiber für ein lückenloses 5G-Netz zu machen. Unterm Strich ist nur klar, 5G soll kommen, viel mehr auch nicht.

Im Münchener Norden steht allerdings schon eine 5G-Richtfunkstrecke. Errichtet im Auftrag von Telefónica und inzwischen auch schon in Betrieb genommen, wie der Mobilnetzbetreiber meldete. Allerdings ist diese Strecke als „interna“ zu verstehen, denn diese verbindet einen eNodeB-Standort mit dem Core-Netz über eine Distanz von rund 5 Kilometern. Eine Vorbereitung auf den bevorstehenden Ausbau von 5G für das „breite Publikum“. Die nun in München errichtete Funkverbindung soll die Anbindung von künftigen Mobilfunkstandorten in abgelegenen Gebieten ermöglichen, sowie für Regionen, in denen eine Glasfaserverlegung wirtschaftlich unrentabel oder gar unmöglich ist.

Die Richtfunkstrecke nutzt zwei verschiedene Bänder. Einmal 18 GHz für die Vermittlung von Sprache und priorisierte Nutzdaten und einmal 80 GHz mit Schwerpunkt der übermittelten Daten. Die Kombination beider Richtfunk-Frequenzen ermöglicht die angestrebte Übertragungsbandbreite von 16 Gbps.

Die Technik ist somit in Vorbereitung. Jetzt müssen „nur noch“ die Lizenzen vergeben werden.

Messlatte: Im Jahr 2000 brachte die Versteigerung der UMTS-Lizenzen dem damaligen Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) eine stolze Summe von knapp 100 Milliarden DM ein.

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