Engagement für vollen 5G-Ausbau eher zurückhaltend


Um das Engagement der Mobilnetzbetreiber zum flächendeckenden Ausbau des 5G-Netzes ist es eher schlecht bestellt. Noch hinken die „Großen 3“ bei der geforderten Abdeckung für LTE hinterher.

Funklöcher und langsame Verbindungen – Noch immer keine Ausnahme

Mobilfunknetz

Keine guten Aussichten für vollen 5G-Ausbau

Der Ausbau des 5G-Mobilfunks im Bundesgebiet steckt noch in den nicht fertiggestellten Kinderschuhen. Doch bereits im Vorfeld ist bereits klar, dass es auch in fernerer Zukunft 5G nicht flächendeckend geben wird. Die Vorgabe der Bundesregierung zur Versteigerung der 5G-Lizenzen enthielt u.a. den Ausbau der nächsten Mobilfunkgeneration auch in entlegenen Gebieten. Dies diente u.a. zum Anlass, dass die großen im Bundesgebiet vertretenen Mobilfunkbetreiber eine Aussetzung der Versteigerung anstrebten. Bereits heute erscheint die flächendeckende Versorgung mit 4G (LTE) als zu kostspielig bzw. unrentabel. Viele Smartphone-Nutzer kennen das Problem zahlreicher Funklöcher. Auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) bekam diese „Weiße Flecken“ zu spüren und verzichtet auf Telefonate mit dem Ausland, sofern er sich in seinem Dienstwagen auf offener Straße befindet. Die zahlreichen Unterbrechungen sind dann doch zu peinlich.

Das Engagement der Mobilfunkanbieter in Sachen ausreichender Netzabdeckung scheint nicht sonderlich groß zu sein. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat nun die Unternehmen Telekom, Telefonica und Vodafone zu einem „Treffen“ am 24. Juni 2019 vorgeladen, wie RP Online (Montag) berichtet. Sie sollen die Gelegenheit erhalten, dem BNetzA-Beirat zu erklären, warum noch immer in vielen Gebieten der Bundesrepublik nach wie vor miserable bzw. gar keine schnelle Verbindung zum Internet besteht. Gemäß den der Zeitungsredaktion vorliegenden Unterlagen steht Telefonica ganz oben auf der Liste. Derzeit decke dieser Anbieter lediglich 89,1 Prozent der Haushalte mit Internet und einer Bandbreite von min. 10 Megabit pro Sekunde ab. Vodafone schaffe immerhin 94,3 und Telekom 96,3 Prozent. Innerhalb der Stufe 1 Mbit/s komme Telefonica auf 95,6 Prozent, während Vodafone 97 Prozent und Telekom 99,6 Prozent der Haushalte versorgen können.

Die Bundesnetzagentur schreibt vor, dass die Mobilfunkbetreiber ihre Mobilfunkmasten mit einer geeigneten Technologie ausstatten müssen, um so im Umfeld mind. 98 Prozent der Anwohner mit einem Signal von 50 Mbit/s zu versorgen. Damit sollen bei Nutzung durch mehrere Haushalte im Regelfall wenigstens 10 Mbit/s möglich sein. Telefonica bringe es hier nur auf 80 Prozent. Noch bliebe Zeit bis zum Jahr 2020, andernfalls drohe dem Mobilfunkanbieter ein Bußgeld.

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