Agenda 2010 und weitere Rentenreformen seien Erfolg


Die Agenda 2010 und weitere Reformen zur Rente seien erfolgreich, so der GDV. Die Ziele seien mit der Entlastung der Beitragszahler weitgehend erreicht worden.

Beitragsanstieg ausgebremst, Rentenniveau runter, Riester-Deckung unsicher

Rentenalter

Offene Rentenlücke bleibt - Erfolg!

Die von der rot-grünen Bundesregierung vorgenommenen Reformen im ersten Jahrzehnts seien gar nicht so schlecht, wie sie immer häufiger dargestellt werden. Die vom Gesetzgeber gesteckten Ziele seien weitgehend erfüllt worden, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Zu den “Erfolgen” zählte u.a. der ausgebremste Anstieg der Rentenbeiträge bis zum Jahr 2040. Ohne Reform wären die Beiträge um 6 Prozentpunkte höher ausgefallen, so der GDV.

Mit dem Absinken des Rentenniveaus um rund 8 Prozentpunkte werde zwar eine Lücke entstehen, aber diese könne mit einer Riester-Rente und betrieblichen Altersvorsorge geschlossen werden. Unterstützung für diese These leistete Prognos AG mit einer von der GDV beauftragten Studie.

Demnach werde die Riester-Rente selbst bei anhaltend niedrigen Zinsen das anvisierte Versorgungsziel erreichen. Durch die Rentenreformen (Agenda 2010) werden Beitragszahler entlastet, das Rentenniveau sinkt auf 41,9 Prozent.

Hätte es die Rentenreform nicht gegeben, so läge der Beitragssatz laut Studie schon heute um 1,6 Prozentpunkte höher, also bei 20,3 Prozent anstatt derzeit 18,7 Prozent. Bis 2040 wird der Beitragssatz lediglich auf 23,8 Prozent steigen, ohne Reform wäre der Beitragssatz auf 29,7 Prozent angestiegen. Mit der Rentenreformen sei ein großer Beitrag geleistet worden, “um die Beitragszahler zu entlasten”, so der Leiter Volkswirtschaft der Prognos AG, Oliver Ehrentrau. Die Reformen helfen dabei, die “wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und damit Arbeitsplätze zu erhalten”.

Ohne Reform wäre das Rentenniveau heute um 3 Prozentpunkte höher gelegen. Bis zum Jahr 2040 werde der Unterschied bei 8,3 Prozentpunkte liegen (41,9 statt 50,2 Prozent).

Die Riester-Rente schließt Rentenlücke, jedoch unter Vorbehalt

Was die gesetzliche Rente nicht leistet, muss die private Versicherung ersetzen. Mit der Riester-Rente könne das Ziel trotz niedriger Zinsen erreicht werden, so die Studie. Infolge der Riester-Reform 2040 werde ein Rentner mit 47 Beitragsjahren voraussichtlich eine um 189 Euro gekürzte Rente erhalten. Aus einer voll besparten Riester-Rente erhielte der Rentner eine monatliche Leistung von 306 Euro, bzw. 294 Euro aus einer vergleichbaren Betriebsrente (bAV). “Die durch die Riester-Reform von 2001 entstehende Rentenlücke wird durch die geförderte Altersvorsorge erfolgreich geschlossen”, so GDV-Präsident Alexander Erdland.

Nur ein kleiner Haken dabei. Weitere Reformen führten zu einem weiteren Absinken des Versorgungsniveaus. Diese zusätzliche Lücke könne die Riester-Rente nicht immer schließen, so Ehrentraut von Prognos AG. Vor allem die Deckelung der Riesterförderung setze Grenzen. Die steuerlichen Förderungen sind auf einen Höchstbetrag von 2.100 Euro fixiert und dies führe schon bald dazu, dass auch “Normalverdiener” die Riester-Verträge nicht mehr im notwendigen Umfang besparen können.


Tarifomat24.de

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