Die Armut im Bundesgebiet wird wohl bisher ungeahnte Ausmaße erreichen. Wer künftig mind. 1.200 Euro Rente erwarten will, muss in den letzten Jahrzehnten mehr als 3.000 Euro (bzw. 6.000 DM) verdient haben. Ansonsten geht es schnurstracks in die Armut, besonders im Angesicht der Inflation.

Armut – Vorprogrammiert durch Rentenpolitik

Armutsbetroffene
Armutsbetroffene werden bald dominant sein

Die vorprogrammierte Ausweitung der Armut der künftigen Rentner ist inzwischen sehr deutlich geworden. Mehr als 4 Jahrzehnte buckeln, um im Anschluss sein Dasein in Armut plus Hungertuch fristen zu müssen. Eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken an das Bundesarbeitsministerium ergab darüber eine sehr „erleuchtende“ Antwort. Die Aussagen wurde am Sonntag von der Funke Mediengruppe veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass rund jeder Dritte im Vollzeitjob künftig mit einer monatlichen Rente von weniger als 1.200 Euro rechnen muss. Dies gilt für alle Arbeitnehmer, die weniger als mindestens 3.034 Euro pro Monat (brutto) verdienen und dies über gesamte 45 Jahre hinweg.

Fast Hälft der Vollzeit-Tätigen rutscht an Armutsgrenze

Mehr als 3.000 Euro monatliches Einkommen und dies über 4,5 Jahrzehnte lang dürfte nur für eher „ausgewählte“ Berufsgruppen funktioniert haben. Wer in fünf Jahren ins Rentenalter kommt, muss also vor gut 40 Jahren bereits rund 6.000 DM monatlich erhalten haben, um auf mind. 1.200 Euro Rente zu kommen. Nach gegenwärtigem Rentenniveau können von den rund 21,7 Millionen Vollzeit-Beschäftigten im Bundesgebiet ca. 10,3 Millionen Beschäftigte mit weniger als 1.200 Euro Rente rechnen, da sie schlicht nicht das bisher notwendige Mindesteinkommen vorweisen können. Diese rutschen damit automatisch in die (diffuse) „Armutsgefährdung“. Das ist fast die Hälfte (!) aller Vollzeitbeschäftigten.

Das Arbeitsministerium weist zwar lt. Funke Mediengruppe darauf hin, dass „die tatsächliche Höhe der Rentenanwartschaft“ erst dann feststehe, „wenn die Versicherungsbiografie vollständig abgeschlossen“ sei, aber es liegt auf der Hand, dass eine erforderliche massive Lohnerhöhung während der Erwerbsphase nur die wenigsten Vollzeit-Berufstätigen betrifft. Ab 2030 soll das Rentenniveau sogar noch weiter absinken.

Armuts-Maßstab wird zudem verschoben werden müssen

Die Höhe des Einkommens misst sich stets an den Lebenshaltungskosten. Angesichts der bisherigen und auch erwarteten Inflation (Geldentwertung) werden in einigen Jahren 1.200 Euro die Einkaufskörbe der Rentner noch weniger füllen können als heute. Das Mindesteinkommen für das „Verlassen“ der Armutsgrenze muss deshalb angehoben werden. Damit ist bereits schon heute klar, dass die Zahl der Armutsbetroffenen die Hälfte aller heutigen Vollzeit-Tätigen bei weitem übersteigen werden.

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