Besteuerung des Renteneinkommens berücksichtigen


Für die Kalkulation der privaten Altersvorsorge sollten Arbeitnehmer zur Sicherung des Lebensstandards im Rentenalter die auf sie zukommende Besteuerung berücksichtigen. Das rentiert allerdings nur, wenn das zu erwartende Einkommen mindestens der Grundsicherung entspricht.

Renteneinkommen werden ab 2040 mit 100% besteuert

Rentenbesteuerung

Der Staat hat nichts zu verschenken

Wer heute für ein ausreichendes Einkommen im Rentenalter sorgen will, kommt in der Regel nicht an einer privaten Altersvorsorge vorbei. Das gilt insbesondere, wenn über den Arbeitgeber keine betriebliche Altersvorsorge (baV) möglich ist. Das Rentenniveau ist zwar derzeit auf (nur) 48 Prozent bis zum Jahr 2025 festgelegt, aber was danach kommt, steht in den Sternen. Voraussichtlich werden die kommenen Regierungen die Rentenleistungen noch weiter kürzen. Die Lobbyorganisationen stehen schließlich stets Gewehr bei Fuss. Von einem Festhalten am Rentenniveau bis 2040 ist zumindest jetzt schon keine Rede mehr.

Ausgemachte Sache ist allerdings schon seit dem Jahr 2005 für das „Ziel 2040“ die Anhebung der Rentenbesteuerung auf 100 Prozent. Wer ab diesem Zeitpunkt in Rente geht, muss sein vollständiges Einkommen im Rentenalter versteuern. Zum Einkommen zählen neben den gesetzlichen Rentenzahlungen auch die Leistungen aus der privaten Altersvorsorge sowie die Gelder aus einer womöglich vorhandenen Betriebsrente.

Die Besteuerung des Renteneinkommens ist „höchstrentabel“. Die Bundesregierung kalkuliert mit einer Verdoppelung der Steuereinnahmen aus Renten-Einkommen bis zum Jahr 2022 auf rund 13 Milliarden Euro, so die Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Kleine Anfrage der FDP. Die Antwort liegt der Rheinischen Post (RP) (Freitag) vor. Dabei gilt heute noch eine Besteuerung von 50 Prozent des Renteneinkommens. Im Jahr 2016 zahlten die Rentner bzw. Pensionäre rund 6,5 Milliarden Euro an Steuern für ihr Alterseinkommen. Ab dem Jahr 2020 gilt für alle Neu-Rentner eine Besteuerung von 80 Prozent des Einkommens.

Die heute für die private Altersvorsorge als Anreiz bewilligten staatlichen Zuschüsse, holt sich der „Gönner“ bei Leistungsfälligkeit somit wieder zurück. Entsprechend mehr müssten sich Arbeitnehmer in der privaten Altersvorsorge finanziell engagieren und immer weniger Arbeitnehmer sind aufgrund ihres Niedrigeinkommens gar nicht in der Lage, überhaupt privat vorzusorgen. Kommt der Rentner mit seinem Einkommen nicht über die Grundsicherung hinaus, werden auch die Zahlungen aus der privaten Altersvorsorge vollständig angerechnet.

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