In Sachen Lebenserwartung scheinen die Bundesbewohner reihenweise daneben zu liegen, zumindest wenn die offizielle Sterbetafel als Vergleichsmaßstab Verwendung findet. Eine jede Generation wird nach Prognose der Versicherungswirtschaft jeweils um 5 Jahre älter als die vorangegangene.

Die Fehleinschätzung beträgt bis zu fast 7 Jahren

Altersvorsorge
Wissenslücken zur Erwartung der eigenen Lebenserwartung?

Eine gesunde Lebensweise ist noch längst kein Garant für ein langes Leben, ebenso wie vermeintlich ungesundes Verhalten durchaus bis ins hohe Alter durchgehalten werden kann. Daher kommt die Einschätzung der eigenen Lebenserwartung einem Ratespiel ins Blaue gleich, denn wer weiß schon, wo sein persönliches Schicksal in den Daten der Statistiker eingereiht ist. Der sog. demographische Wandel ist dennoch in aller Munde, zumindest in deren, die etwas mit den Themen Altersrente und Pflegeversicherung zu tun haben. Daher kann auch das Ergebnis einer vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) beauftragten Forsa-Umfrage zur Einschätzung der eigenen Lebenserwartung als eine Bestätigung für die Irrtümer der hiesigen Landesbewohner genutzt werden.

Demnach unterschätzten viele Bundesbewohner ihre eigene Lebenserwartung, so das Resümee der Umfrage-Auswertung. Wie die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Donnerstag) berichten, rechnen die Befragten, dass sie im Schnitt rund 83 Jahre alt werden. Damit liegt die durchschnittliche Einschätzung unter dem Alter der sog. Sterbetafel der Statistikeinrichtung Destatis. Die Bundesstatistiker gehen von einer durchschnittlichen Lebenserwartung on 87,7 Jahren aus. Damit lägen die Bundesbewohner mit ihrer Einschätzung um rund 5 Jahre zu niedrig.

Jüngere Menschen haben lt. Studie mit der Einschätzung ihrer eigenen Lebenserwartung etwas mehr Probleme als die älteren. Die 18- bis 29-Jährigen liegen demnach im Schnitt um 6,9 Jahre zu niedrig. Die Sterbetafel prognostiziert für diese Altersgruppe eine Lebenserwartung von 89,6 Jahren. Die mittlere Generation im Bereich von 30 bis 39 Jahren schätzt ihre Lebenserwartung im Schnitt um 5,4 Jahre zu niedrig ein.

Für den GDV liegen die Gründe dieser Fehleinschätzungen auf der Hand. Viele Befragte orientierten sich am Lebensalter ihrer Eltern und ein erheblicher Anteil blicke auf das Alter der Großeltern. Weniger als ein Drittel (26 %) orientiere sich an die offiziell dargebotenen Statistiken. Pro fortschreitender Generation werde die Lebenserwartung um rund 5 Jahre angehoben, so der GDV. Dies könne dazu führen, dass sich die nachkommenden Generationen aufgrund ihrer Fehleinschätzung nicht ausreichend für die Altersvorsorge kümmerten. Deshalb setze sich der Verband dafür ein, dass die Konsumenten besser aufgeklärt werden. Dazu gehöre auch die ausgewiesene Lebenserwartung bei der Nutzung einer Online-Renteninformation.

Geringere Lebenserwartung wäre „kontraproduktiv“

Zugegeben. Wer sich über die Jahre hinweg ungesund ernährt, zu viel Gewicht präsentiert, raucht und Alkohol trinkt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit die Sterbetafel-Prognose nicht erfüllen können. Genau hier liegt auch der Knackpunkt. Immer mehr Menschen vor allem in den Industrieländern bringen zu viele Kilos auf die Waage, stopfen sich mit von Lebensmittelchemikern entwickelten Füllstoffen zu und setzen sich rund um den Broterwerb einem anwachsenden Stress aus. Reiche leben länger als Arme, wie einst eine andere Statistik bestätigte. In Wahrheit sinkt die Lebenserwartung auch im Bundesgebiet wieder ab. Doch dies passt so gar nicht in das Konzept von Anbietern einer privaten Altersvorsorge, die gemäß Verbraucherschützer ohnehin in Sachen Lebenserwartung viel zu hoch pokern. Da die Versicherungsbranche ebenfalls dem Zwang des ewigen Wachstums ausgeliefert ist, müssen die Kunden einfach älter werden, damit die Beiträge entsprechend in die Höhe und Beitragsdauer in die Länge gezogen werden kann. Aber solange die These des immer älter werdenden potenziellen Rentenbeziehers noch wirkt, wird’s eben beibehalten.

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