Corona-Lockdowns bringen gesetzl. Rente so gut wie zur Strecke


Dämmerung bis Verfinsterung rund um die Rentenversorgung der künftigen Ruheständler. Die ohnehin schon angeschlagene gesetzliche Rente wird anhand der Wirtschaft schädigenden Lockdown-Maßnahmen so gut wie zur Strecke gebracht.

Katastrophale Folgen der Corona-Maßnahmen auf gesetzliche Rente

Rentenbezüge

Lockdown-Folgen zerstören die gesetzliche Rentenversicherung

Die Ergebnisse einer aktuellen Studie, welche die möglichen Auswirkungen der anhaltenden Corona-Maßnahmen berücksichtigt, stellt alle bisher aufgestellten Berechnungen zur künftigen Altersarmut in den Schatten. Finstere Zeiten stehen bevor.

Die Union Investment beauftragte den Finanzwissenschaftler und Rentenexperten Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen zu einer Untersuchung der Entwicklung rund um die gesetzliche Altersvorsorge im Zuge der mit Corona begründeten Lockdown-Verordnungen. Da die gesetzliche Rentenversicherung aufgrund der bisher praktizierten Rentenpolitik ohnehin schon in einer sehr angespannten Lage war, konnte auch vor dieser Studie bereits sicher eingeschätzt werden, dass die politischen Corona-Verordnungen auf die künftige Rentenversorgung keine förderlichen Auswirkungen mitbringen. Das Ausmaß des von Bundes- und Länderregierungen angerichteten Schadens ist – gelinde ausgedrückt – enorm.

Nachhaltigkeitslücke steigt auf gut 3 Billionen Euro

Demnach wird die bereits klaffende Rentenlücke noch weiter aufgerissen. Dies resultiere aus dem allgemeinen Rückgang des durchschnittlichen Einkommens aufgrund der angeschlagenen Wirtschaft. Dies wiederum resultiere in geringeren Einnahmen der Rentenkasse. Gleichzeitig müssen die Rentenhöhen gemäß der aktuell zur Geltung gebrachten Gesetzeslage auf gleichem Niveau verbleiben. Damit dürfte die bereits vor den Lockdown-Krisen offene sog. Nachhaltigkeitslücke bei der gesetzlichen Rente von vormals 2,6 Billionen auf rund 3 Billionen Euro ansteigen. Diese Nachhaltigkeitslücke wird quasi vor sich hergeschoben und den künftigen Generationen aufgelastet.

Öffentliche Schulden weitaus größer als angegeben

Der öffentlichen Hand bleibe zudem immer weniger finanzieller Spielraum, um dieser Lücke in irgendeiner Form der Querfinanzierung zu begegnen. Schuld daran seien die neu aufgenommenen Schulden zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der selbst verordneten Lockdown-Maßnahmen. Im Jahr 2019 erreichte die Staatsschuldenquote nach Jahren der Abwesenheit wieder die Vorgabe des Maastrichter-Vertrages. Die Schuldenquote von knapp 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) Ende 2019 wird voraussichtlich noch im Jahr 2020 wieder auf rund 80 Prozent ansteigen. Raffelhüschen geht davon aus, dass die Schuldenquote in den kommenden Jahren sogar die Marke von 100 Prozent des BIP erreichen wird. Der Ökonom sieht die reale Nachhaltigkeitslücke nach Berücksichtigung der aktuellen Corona-Maßnahmen, den kommenden Finanzierungslücken in der Pflege-, Arbeitslosen- und Krankenversicherung und den Versorgungen der öffentlich Bediensteten auf fast 360 Prozent des BIP anwachsen. Die offiziell ausgewiesene Staatsverschuldungsquote zeige daher lediglich rund ein Fünftel der Wirklichkeit.

Rentenlücke wird auf bis zu 40 % ansteigen

Die Folgen für die künftigen Rentner werden daher in weitere Kürzungen münden. Künftige Rentner müssen daher mit einem Rentenniveau von weniger als 40 Prozent rechnen. Damit der bisherige Lebensstandard gesichert werden könne, müsse mit einer Quote von 60 bis 80 Prozent des letzten Bruttolohns kalkuliert werden. Damit werde dich durchschnittliche Rentenlücke auf bis zu rund 40 Prozent ansteigen. Dies erforderte ein Anheben der zusätzlichen Altersvorsorge, aber diese gerät angesichts der Nullzinsen ebenfalls immer mehr unter Druck.

Geforderte Reform zugunsten der Finanzmärkte

Die Forderungen für die notwendigen Gegenmaßnahmen spielen wiederum den Finanzmärkten in die Hände. Der Staat müsse vom Zwang zu null-verzinsten Staatsanleihen absehen und die private Altersvorsorge reformieren. Die Finanzmärkte müssten größere Freiheiten erhalten und der Zugang zu den Kapitalmärkten für breitere Schichten der Bevölkerung erleichtert werden.

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