Höhere Regelaltersgrenze kann Ungleichheit verschärfen


Die durch den demografischen Wandel gebotene höhere Regelaltersgrenze birgt große sozialpolitische Risiken. Die Ungleichheit im Rentenalter könne sogar verstärkt werden.

Prekäre Beschäftigung, geringe Bildung und lädierte Gesundheit? Risiko

Rentenversicherung

Das höhere Rentenalter werden nicht alle erreichen - Erhebliche finanzielle Einbußen

Eine längere Arbeitszeit vor dem Eintritt in die Rente ist schon längst in aller Munde. Politiker sowie arbeitgebernahe Institute halten beharrlich an der „Alternativlosigkeit“ einer längeren Lebensarbeitszeit aufgrund des sog. demografischen Wandels fest. Das Alter von 67 Jahren ist bereits als vorläufige Grenze festgelegt.

Doch ein höheres gesetzliches Rentenalter bedeutet noch lange nicht einen späteren Austritt aus dem Erwerbsleben, so das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW). Falls der gegenwärtige Arbeitsmarktboom nicht Bestand hätte, dann drohten besonders den Menschen mit einer geringen Bildung, einer prekären Beschäftigung und einer angeschlagenen Gesundheit große sozialpolitische Risiken, so das Institut.

Das DIW begrüßt die Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67 Jahren, da dies ein wichtiger und notwendiger Schritt zur Bewältigung der Folgen des demografischen Wandels sei. Allerdings führte eine höhere Regelaltersgrenze zwar zu einem späteren Eintritt ins Rentenalter, aber dies gehe auch mit sozialpolitischen Risiken einher. Dies ergab eine von der Hans-Böckler-Stiftung beauftrage Simulation durch das DIW Berlin. Nicht alle werden es schaffen, bis zum Alter von 67 einer Erwerbstätigkeit nachzugehen und diesen drohen nach dem früheren Erwerbsaustritt hohe Einkommenseinbußen.

Für die Arbeitnehmer, die bereits heute auf dem Arbeitsmarkt in einer schlechten Position stehen, werde es schwer fallen, sich an das neue Renteneintrittsalter anzupassen. „Die spätere Rente trifft also die Schwächsten am härtesten“, so Johannes Geyer, DIW-Rentenexperte. Eher leichte fiele es den Menschen, die sich heute in stabilen Beschäftigungsverhältnissen befinden, ein hohes Bildungsniveau haben und bei guter Gesundheit sind. Eine höhere Regelaltersgrenze könne daher die Ungleichheit verschärfen.

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