Immer mehr alleinerziehende Mütter in Erwerbstätigkeit


Die Kalkulation, immer mehr alleinerziehende Mütter in die Teil- oder Vollzeitbeschäftigung für geringes Entgelt zu drängen, ging in den vergangenen 10 Jahren offensichtlich auf. Immer mehr Mütter gehen einer Erwerbstätigkeit nach.

Weniger Mütter in prekären Teilzeitjobs beschäftigt

Kinderbetreuung

Der oft dargestellte steigende Wohlstand in der Bundesrepublik steht gegenüber der steigenden Anzahl von Arbeitnehmern im Niedriglohnsektor, einer ansteigenden Anzahl von Armuts“gefährdung“, einer steigenden Anzahl von Rentnern mit einer mickrigen Altersversorgung. Mehr als die Hälfte aller Rentner bezieht weniger als 900 Euro Rente und dies vor Steuern. Geschuldet ist diese Entwicklung der für die „Wirtschaft“ ausgerichtete Politik, welche sich u.a. in einer Herabsetzung des Rentenniveaus, dem Anstieg des Renteneintrittsalters und dem Ausbau der prekären Beschäftigung widerspiegelt.

Besonders Leidtragende sind die ohnehin schon benachteiligten Haushalte mit alleinerziehende Mutter und mind. ein Kind. Dies betrifft nicht nur Mütter mit einem Kind im Kindergartenalter, sondern auch Alleinerziehende mit Nachwuchs im fortgeschrittenen Grundschulalter und darüber hinaus. Wer keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, obwohl das Kind bereits in einem Kindergarten bzw. Hort untergebracht werden könnte, bekommt die volle Härte des Hart-IV-Systems zu spüren. Die Kalkulation, aufgrund von Druckmitteln möglichst viel Arbeitskraft für kleines Geld zur Verfügung zu stellen, ging offensichtlich in den vergangenen Jahren auf. In den letzten 10 Jahren stieg der Anteil der erwerbstätigen Mütter mit Kindern im Alter zwischen 10 und 14 Jahren von 70,4 auf 78,3 Prozent an. Bei den Kindern bzw. Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren nahm der Anteil in den Jahren 2008 bis 2017 von 75,3 auf 82,8 Prozent zu, so eine von der Rheinischen Post (Montag) vorab veröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

IW sieht den hauptsächlichen Grund für diese Entwicklung in den zahlreichen verbesserten Betreuungsmöglichkeiten für ältere Kinder nach dem Schulunterricht. Als Beleg für diese These führt das Institut den rückläufigen Anteil der Mütter von Kindern im Teenageralter bei den geringfügigen Teilzeitjobs an. Dieser sank von 36,7 auf 28,3 Prozent ab.

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