Immer mehr Rentner müssen immer höhere Steuern für ihre Altersbezüge bezahlen. Doch die weitaus größere Mehrheit bleibt von der nachgelagerten Rentenbesteuerung verschont. Deren Einkommen ist dafür schlicht zu gering.

Mehr Rentensteuer in jeder Hinsicht eine schlechte Entwicklung

Rentenalter
Rentner noch gut zum Konsumieren und Steuern zahlen

Die Antwort des Bundesfinanzministeriums auf die Kleine Anfrage des FDP-Abgeordneten Frank Schäffler ist ein zweischneidiges Schwert. Demnach erreichte die Zahl der steuerpflichtigen Rentner einen neuen Rekordstand und der Steueranteil der rund 4,4 Millionen betroffenen Rentner nimmt mit 33 Milliarden Euro bereits rund 10 Prozent des gesamten Steueraufkommens des Bundes ein, so BILD am Dienstag.

Aus der Sicht des Bundes eine positive Entwicklung, was für die betroffenen Rentner nicht gerade behauptet werden kann. Der neue Rekordstand ist nicht gerade eine Überraschung, da die Zahl der steuerpflichtigen Rentner nach Einführung der nachgelagerten Rentenbesteuerung im Jahr 2005 noch weiter zunehmen wird. Der ansteigende Teil der steuerpflichtigen Rentner zeigt die tatsächlich prekäre Lage der Rentner nur auf den zweiten Blick. Steuerpflichtig sind nur rund ein Fünftel der Rentner. Für vier Fünftel reicht somit das gesamte Einkommen gar nicht aus, um über den Grundfreibetrag (2019: 9.168 Euro pro Jahr) hinauszukommen, damit überhaupt eine „Rentensteuer“ fällig wird.

Frank Schäffler hält die Zahlen für alarmierend. Gegenüber der Passauer Neuen Presse (Mittwoch) fragt sich der FDP-Politiker, was die Rentenanhebungen überhaupt nutzten, wenn dadurch immer mehr Rentner in die Steuerpflicht rutschten. „Die Steuerpflicht wird für immer mehr Rentner zum Problem“.

Die katastrophale Entwicklung zum Nachteil der Rentner ist der quasi Privatisierung der Renten durch Rot-Grün zu verdanken. Schäffler sieht das gesetzliche Rentensystem für viele nur noch als eine Basisversorgung. Daher müsse die Bundesregierung nun mehr Anreize schaffen für die betriebliche und gesetzliche Altersvorsorge. Abgeschafft gehörte dazu auch die seit 2004 vorgenommenen doppelten Abzüge für Krankenkassenleistungen bei Betriebsrentnern. Betroffene müssen Kassenbeiträge während ihrer Rentenbeiträge zahlen und dies noch einmal für die erhaltenen Rentenleistungen. Dies sei ein „Riesen-Skandal“.

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