Mindestlohn verdonnert automatisch zur Rentnerarmut


Berufstätige mit Mindestlohn-Anspruch, insbesondere in der Branche der Pflege, müssten quasi über ein Leben lang hinaus einen Vollzeit-Job hinlegen, um auf das Niveau der Grundsicherung von heute zu kommen. Hieran wird die Verachtung der nicht mehr wertschöpfenden Menschen besonders deutlich.

Wer mit 16 Jahren anfängt, darf erst mit 78 Jahren aufhören

Pflegefall

Vision Rentenpolitik: Eine Pflegekraft auf dem Weg zur Arbeit

Eine Erwerbstätigkeit, welche im sozialen Bereich vor allem nicht mehr wertschöpfende Menschen zugute kommt, wird entsprechend honoriert, wie es der gesteuert federführenden Politik als angemessen erscheint. Pflegebedürftige Menschen tragen kaum bis nichts mehr für die Wertschöpfung bei, welche doch für die Befriedigung der über Zinszahlung alimentierten sog. Geldgebern dienlich sein sollen. Meistens sind es ältere Menschen, die pflegebedürftig sind und während den Jahrzehnten zuvor den Obolus ihrer Tätigkeiten behalten durften. Dieser wird jedoch für die Kostendeckung der Pflege meist vollends abgeschöpft. Wer in dieser Branche sein Berufsfeld gefunden hat, muss mit entsprechender “Abstrafung” während der Berufsjahre und vor allem im Rentenalter rechnen.

Die Geringschätzung von Pflegepersonal wird besonders deutlich an deren durchschnittlich benötigten Lebensarbeitszeit, um im späteren Rentenalter über die Grundsicherung hinauszukommen. Dies betrifft aufgrund des Mindestlohnes als Berechnungsbasis auch alle anderen Sparten, welche gerade mal mit der Lohnuntergrenze vergütet werden. Anhand einer parlamentarischen Anfrage beim Bundesarbeitsministerium wollte die Linken-Bundestagsfraktion die Einkommens- und spätere Rentensituation im Pflegeberuf erfahren. Demnach müsste lt. Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstag) eine ungelernte Pflegekraft mit dem ab Juli 2020 zur Geltung gebrachten Mindestlohn in Höhe von 11,60 Euro (neue Bundesländer) ohne Unterbrechung für 53 Jahre eine 35-Stunden-Woche abarbeiten, um in der Zukunft die Grundsicherung von derzeit 814 Euro zu erhalten. Bei einer Wochenarbeitszeit mit 30 Stunden müsste diesem Beruf 62 Jahre lang nachgegangen werden. Also z.B. zwischen dem 16. und 78. Lebensjahr. Damit könnten in vielen Fällen die aufgebauten Rentenansprüche im fließenden Übergang wieder abgetreten werden, da man selbst zu einem Pflegefall geworden ist.

Würde die inzwischen wieder in Frage gestellte Grundrente eingeführt, könnte die Lebensarbeitszeit von 62 Jahre auf 36 Jahre reduziert werden. Die benötigte Arbeitszeit von 53 Jahren bei einer 35-Stunden-Woche würde auf 35 Jahre ununterbrochener Tätigkeit schrumpfen.

Dabei ist diese Berechnung noch sehr optimistisch ausgerichtet, da der Mindestlohnanstieg in den kommenden Jahren wohl kaum den Entwicklungen der Inflation und dem Anstieg des Durchschnittseinkommens (Grundlage für Berechnung Grundsicherung) Schritt halten kann bzw. wird. Dem entgegen stünde jedoch die Möglichkeit eines radikalen Einbruchs des durchschnittlichen Einkommens aufgrund der politisch gesteuerten Crash-Fahrt der deutschen Wirtschaft. Damit wäre auch die seit Jahren durchgesetzte Energiepolitik auf einen gemeinsamen Nenner gebracht, denn diese beschreibt eher einen wirtschaftlichen Abgrund anstatt einer prosperierenden Gesellschaft.

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