Nach Corona-Milliarden beginnen erneut Rentendiskussionen


Nachdem die Milliarden für die “Behandlung” der angerichteten Lockdown-Schäden gelockert und auch teilweise verteilt wurden, beginnen erneut die Diskussionen über notwendige Maßnahmen aufgrund knapper Rentenkassen.

Rentenleistungen würden Mehrwertsteuersatz von 30 Prozent erfordern

Rentenalter

Für Rentner bleiben stets nur Kürzungsmaßnahmen übrig

Ende 2020 wurde das ungefähre Ausmaß der Kosten für die verordneten Lockdown-Maßnahmen bekannt, nachdem der Linksfraktionschef Dietmar Bartsch beim Finanzministerium anfragte und die entsprechende Antwort erhielt. Demnach stellte der Bund für die “erforderlichen” Corona-Ausgaben rund 397 Milliarden bereit, die Kommunen leisteten einen Beitrag von knapp 83 Milliarden Euro und die Sozialkassen zahlten insg. 27 Milliarden Euro (anteilig 25,5 Mrd. Euro für Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit). Bund und Länder stellten einen Topf quasi zum Abgreifen bereit, welcher gut 826 Milliarden Euro enthält. Zusammen belaufen sich die bereitsgestellten “Corona-Gelder” auf ca. 1.300 Milliarden Euro.

Nun, rund ein halbes Jahr nach der Verlautbarung über die locker gemachten Gelder, beginnen erneut die Diskussionen über die dringende Frage der künftigen Rentner-Finanzierung. Zu den Favoriten der angegebenen Notwendigkeiten zählt die Anhebung des Renteneintrittsalters. Das Münchner ifo Institut rechnete den Finanzierungsbedarf beispielhaft auf die Mehrwertsteuer um und kommt lt. BILD (Mittwoch) auf einen notwendigen Mehrwertsteuersatz von 30 Prozent ab dem Jahr 2050. Geschuldet sei dies vor allem den Mehrausgaben aufgrund der “Rente mit 63” sowie der Grundrente und der Mutterrente. Diese politischen Maßnahmen würden einen Mehrwertsteuersatz von 27 Prozent erfordern. Wären diese ausgeblieben, müssten die Mehrwertsteuer auf 25 Prozent angehoben werden. Sollte die derzeit bis 2025 geltende “doppelte Haltelinie” in die Verlängerung gehen, seien eben rund 30 Prozent notwendig.

Damit würde ein Kleinwagen zu einem aktuellen Preis von 15.000 Euro im Jahr 2050 um rund 1.400 Euro mehr kosten, so ifo.

Wird für die kommenden 29 Jahre eine jährliche durchschnittliche Inflation von 2 Prozent angenommen, so kostete der 15.000-Euro-Kleinwagen im Jahr 2050 auch ohne Mehrwertsteueranhebung rund 26.600 Euro. Der von ifo berechnete Aufschlag würde bei Berücksichtigung der Inflationsentwicklung auf knapp 2.500 Euro ansteigen. Damit hätte sich der Kaufpreis des Fahrzeuges bis zum Jahr 2050 rund verdoppelt. Die Kaufkraft von heute 15.000 Euro würde bis dahin auf rund 8.450 Euro zusammengeschrumpft sein.

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