Ratingagenturen: Lebensversicherer schneiden negativ ab


Die deutschen Versicherer in der Sparte der Altersvorsorge schneiden bei den Bewertungen der internationalen Ratingagenturen weit schlechter ab als das europäische Gesamtbild.

Noch zu viele Produkte mit Garantieleistungen auf dem Markt

Steuerberatung

Negative Bilanz für Lebensversicherer

Die wirtschaftliche Lage der Versicherer im EU-Raum sehe gar nicht mal so schlecht aus. Es legen stabile Verhältnisse vor, so die internationalen Ratingagenturen. Lediglich in der Sparte der privaten Altersvorsorge gebe es eine garvierende Aussnahme und diese sei in der Bundesrepublik festzustellen. Bei der Ratingagentur Moody’s steht die Sparte der Altersvorsorge im Bundesgebiet auf „negativ“, so die F.A.Z. (Freitag). Die Ratingagentur bewertet die Risiken für die Gewinne in der Sparte Altersvorsroge in fünf Stufen ein. Die deutschen Lebensversicherer sind demnach ganz unten platziert.

Eine große Belastung für die deutschen Lebensversicherer seien die bestehenden Altverträge mit Zinsgarantien, so Moody’s-Analyst Antonello Aquino zur F.A.Z.. Die Versicherer seien wegen den langen Vertragslaufzeiten und den Abweichungen zwischen den Kapitalanlagen und den Verpflichtungen dazu gezwungen, mehr Eigenkapital zu halten.

Die Ratingagentur Fitch sieht auf den deutschen Lebensversicherern den hohen Druck, ausreichend Erträge zu erwirtschaften. Zwar seien die Assekuranzen im Durchschnitt mit mehr Eigenmitteln ausgestattet als erforderlich, aber von 84 Versicherern seien 13 auf die Übergangsfrist von 16 Jahren gemäß Solvency II angewiesen. Diese Versicherer verfügten nicht über die geforderten Eigenmittel.

Altersvorsorgeprodukte mit Garantien werden nach und nach vom Markt verschwinden. Doch die Kunden müssten sich erst an die alternativen Lebensversicherungen gewöhnen und dies beanspruche Zeit.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) betrachtet die Entwicklung der Lebensversicherungen jedoch positiv. Immerhin seien die Rückläufe im Lebensversicherungsgeschäft weniger deutlich ausgefallen als prognostiziert. Der Anteil der Produkte mit „alternativen Garantiekonzepten“ (ohne Garantie) sei inzwischen auf 50 Prozent angestiegen.


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