Rentenanhebung 2018 kein Grund zum Jubeln


Mitte 2018 steigen die Renten in den alten und neuen Bundesländern um jeweils mehr als 3 Prozent an. Nur für die wenigsten Rentner dürfte diese Anhebung ein Grund zum Jubel darstellen.

Unterschied zwischen „Standardrente“ und Realität

Rentenbezüge

Rentenanstieg 2018 nur symbolischer Natur

Die Rentnerinnen und Rentner im Bundesgebiet erhalten ab dem 01. Juli 2018 mehr Rente. In den alten Bundesländern steigt die Rente um 3,22 Prozent und in den neuen Bundesländern um 3,37 Prozent. Mit dem asymetrischen Schritt wird der Rentenwert für die neuen Länder auf 95,8 Prozent des derzeitigen Rentenwertes in Westdeutschland steigen.

Als Grundlage für die Rentenanpassungen dient die Entwicklung der Löhne im Bundesgebiet. Die Lohnsteigerungen betrugen in den alten Bundesländern 2,93 Prozent und in den neuen Ländern 3,06 Prozent. Diese Zahlen basieren laut dem Bundesarbeitsministerium auf die von der Statistikbehörde gemeldeten Lohnentwicklung nach den volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Die Entwicklung der sog. Ein-Euro-Jobs soll dabei unberücksichtigt bleiben.

Der Unterschied der Rentenwerte zwischen den alten und neuen Bundesländern soll bis zum 01. Juli 2024 aufgehoben sein. Im Anschluss ist ein bundesweit einheitlicher Rentenwert geplant. Sollten sich die Löhne in den neuen Bundesländern positiver entwickeln als in den neuen Bundesländern, könnte dieser Ausgleich schon zu einem früheren Zeitpunkt erreicht werden.

Die „Realitäten“ zur Rentenhöhe

Wie hoch das Mehreinkommen durch die Rentenanhebung für die Betroffenen ausfällt, wird jedoch mit zweierlei Maß gemessen. Einmal mit dem Maßband der Politiker und einmal mit der Meßlatte der Realität. Angehörige der Bundesregierung bedienen sich gerne von der sog. „Durchschnittsrente“ und diese lag im Jahr 2015 bei rund 1.375 Euro in den alten Bundesländerung und bei rund 1.300 Euro in den neuen Ländern.

Die Deutsche Rentenversicherung zahlte jedoch im Jahr 2015 im Schnitt 787 Euro Rente in den alten Ländern und 964 Euro in den neuen Ländern. Männer bezogen in den alten Ländern 1.040 Euro und in den neuen Ländern 1.124 Euro. Frauen erhielten im Westen 580 Euro und in den neuen Ländern 846 Euro Rente.

Die von den Politikern favorisierte „Standardrente“ ist lediglich eine Modellgröße, die voraussetzt, dass der Arbeitnehmer bis zum Eintritt ins Rentenalter 45 Jahre lang stets das durchschnittliche Einkommen erzielte. Dazu handelt es sich mit der Standardrente um einen Bruttobetrag. Nach Abzug Kranken- und Pflegeversicherung liegt die tatsächlich ausgezahlte Standardrente um mehr als 10 Prozent niedriger.

Wer bereits eine Grundsicherung im Alter bezieht, dürfte von der aktuellen Rentenanhebung aufgrund der Anrechnung in der Regel ohnehin nicht profitieren.

Die neuen DSL Flatrate Tarife von skyDSL, DSL Angebot, DSL Tarif, preisgünstig

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.