Die Rentenpolitik der Bundesregierung sieht nach wie vor die Absenkung des Renten-Niveaus sowie die Anhebung des Regeleintrittsalters vor. Insgeheim dürfte wohl auch der „Ausschuss“ mit einkalkuliert worden sein, der es gar nicht bis zum vorgesehenen Rentenalter schafft, in einem Beschäftigungsverhältnis zu stehen. So können Arbeitgeber entlastet bleiben und die Kosten auf den allgemeinen Steuerzahler umgewälzt werden.

Etwa 40% schaffen das Arbeitsverhältnis bis 67 nicht

Renteneinkommen
Nur Minderheit schafft Berufsleben bis 67 Jahre

Theorie und Praxis werden mit Sicherheit auch nach dem Eintreten des Renteneintrittsalters von 67 nach 2030 aufeinander treffen. Die Theorie: Aller Arbeitnehmer arbeiten länger, damit die negativen Folgen des demografischen Wandels zumindest temporär abgefangen werden können. Die Praxis: Nicht alle Arbeitnehmer werden es schaffen, ihre Erwerbsfähigkeit bzw. -tätigkeit bis zum „vorgeschriebenen“ Alter aufrecht zu erhalten.

Wer es bis zum 67ten schafft, hat schon mal die besseren Karten in der Hand. Keine Abzüge wegen Frühverrentung. Wer allerdings nur in einer prekären Beschäftigung seine Brötchen zugeteilt bekam, könnte auch die nächsten zwei Jahrzehnte weiterarbeiten, um auch auf eine lebenserhaltende Rente zu kommen. Auf der Verliererposition befinden sich auch alle Arbeitnehmer, die womöglich aus gesundheitlichen Gründen früher aus dem Berufsleben ausscheiden mussten. Prekäre Beschäftigung, gesundheitliche Probleme und Arbeitslosigkeit, welche in diesem hohen Alter schon fast automatisch als Langzeitarbeitslosigkeit bezeichnet werden kann, betreffen jedoch nicht eine unglückliche Minderheit, sondern Millionen.

Womöglich ein Kalkül bei der Berechnung der Absenkung des Rentenniveaus sowie der Anhebung des Regeleintrittsalters. Ein Gros wird ohnehin aus der Regel tanzen und damit auch weniger Geld aus der Rentenkasse beziehen dürfen.

Ein Manko, welches auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) kritisiert. Das durchschnittliche Rentenalter werde nach aktueller Sicht in den kommenden Jahren um weitere 1,2 bis 1,5 Jahre steigen. Sollte die Beschäftigungsquote der 60- bis 67-Jährigen auf dem aktuellen Stand verbleiben, werden noch immer ca. 40 Prozent aller Rentenzugänge nicht aus einem Beschäftigungsverhältnis erfolgen. Optimistisch geschätzt liege diese Quote bei 30 Prozent. DIW fordert daher nach einer Lösung, um gerade bei der fortgesetzten Anhebung der Altersgrenzen die Möglichkeit für einen gleitenden Anstieg aus dem Erwerbsleben zu vereinfachen.

Für die Bundesregierung gestaltet sich die Rentenpolitik wohl im Finden einer besten Lösung, um die Zahlungen der Rentenkasse auf Niveau zu halten, damit bei steigenden Rentenleistungen die Arbeitgeber nicht durch eine notwendige Anhebung des Beitragssatzes belastet würden. So fallen die betroffenen Rentner in die Grundsicherung und dieser Topf ist mit Steuermitteln gefüllt.

Renditen & Beiträge Rentenversicherung berechnen

Jetzt den kostenlosen Vergleichsservice nutzen:

Junges Paar

  • Ausfürlicher Leistungsvergleich
  • Überblick über mögliche Rentenhöhen
  • Individuelle Beratung, Vergleichs- und Angebotserstellung
  • PDF-Infoblatt mit wichtigen Tipps zur Rentenversicherung erhätlich

Versicherungsdaten, Personendaten eingeben, fertig. Online-Tarifvergleich.

Jetzt vergleichen!

970x250