Der Sparaufwand für die spätere Rentenversorgung wird mit den kommenden Generationen immer größer. Inzwischen liegt das Sparaufkommen für die jüngere Generation schon doppelt so hoch wie die vorangegangene. Der GDV sieht daher mehr Eigeninitiative der Erwerbstätigen sowie ein späteres Renteneintrittsalter als sinnvolle Lösungen.

Staat solle aus Fairness den Vermögensaufbau besser unterstützen

Sparanlagen
Für auskömmliche Rente mehr sparen und länger arbeiten

„Früher war alles besser“. Dieser Spruch gilt für alle Generationen und wenigstens im Kern ist fast immer ein Fünkchen Wahrheit enthalten. Ganz sicher besser waren für die Eltern und Großeltern die Aussichten und Rahmenbedingungen für eine auskömmliche Rente im Alter. Die jüngere und künftige Generationen müssen sich für eine ausreichende finanzielle Altersversorgung entweder mit weniger verfügbaren Mitteln zufrieden geben oder im Erwerbsalter entsprechend „motivierter“ vorsorgen. Bereits heute muss die jüngere Generation vom Lohn etwa doppelt so viel aufwenden wie Ältere, damit die größer werdende Versorgungslücke im Alter geschlossen werden kann, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und das Forschungsinstitut Prognos. Der Aufwand für die Sparrücklagen muss voraussichtlichen noch weiter deutlich ansteigen, sollten die Niedrigzinsen noch für Jahre hinaus auf diesem Niveau verbleiben.

Arbeitnehmer mit Geburtsjahr 1960 müssen während ihres Erwerbseinkommens rund 2,1 Prozent ihrer Löhne bzw. Gehälter für die Altersversorgung zurücklagen. Wer im Jahr 1975 geboren wurde, muss dagegen schon rund 4,4 Prozent. Eine längere Lebenserwartung resultiere in einem längeren Ruhestand, so der GDV. Dazu komme das sinkende Rentenniveau. Jüngere Jahrgänge leiden heute unter den extrem gefallenen Zinsen. Sollte die Talsohle nicht bald durchschritten sein, könne der Sparaufwand der Jüngeren lt. der Studie auf über 8 Prozent des Erwerbseinkommens ansteigen.

Für viele Menschen sei es nicht leicht, mehr Geld anzusparen, so GDV-Präsident Wolfgang Weiler. Es sei nur fair, „wenn der Staat den Vermögensaufbau stärker unterstützt“. Seit 2002 liege der förderfähige Höchstbetrag bei der Riester-Rente unverändert bei 2.100 Euro. Zum damaligen Zeitpunkt entsprach dies etwa 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze. Zum heutigen Zeitpunkt stehen 4 Prozent inzwischen 3.200 Euro gegenüber. Dies ist nach Ansicht des GDV-Präsidenten die unterste Grenze, auf die die Förderung angehoben werden sollte. Im Anschluss müsse diese Fördergrenze dem Einkommen automatisch angepasst werden.

Den Bedarf im Ruhealter zu decken könne auf einer Seite mit höheren Sparraten gelingen und auf der anderen Seite mit einem Renteneintritt zu einem späteren Zeitpunkt. „Längeres Arbeiten führt zu höheren Ansprüchen aus der gesetzlichen Rente und kann dazu beitragen, den längeren Ruhestand zu finanzieren“, so Oliver Ehrentraut, Leiter der Prognos-Studie. Deshalb sei es sinnvoll, das Renteneintrittsalter an die längere Lebenserwartung zu koppeln.

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