Subventionierung bAV für Geringverdiener & Mini-Jobber geplant


Für Geringverdiener und Mini-Jobber soll die betriebliche Altersvorsorge attraktiver gemacht werden. Finanzminister Schäuble schlägt eine Subventionierung der bAV vor, ohne dabei die Nettoeinkommen zu kürzen.

Jährlicher Förderung von 154 Euro in Aussicht gestellt

Rentenversicherung

bAV für Geringverdiener stärken

Ein neuer Vorstoß in den derzeit geführten Debatten um die Rente und die drohende großflächige Altersarmut in der Bundesrepublik. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) schlägt eine Subventionierung der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) vor und nimmt dabei die Geringverdiener in den Fokus. Menschen mit einem sehr geringen Einkommen soll für die Altersvorsorge ein zusätzliches Angebot zur Verfügung stehen, so der Schäubles Finanz-Staatssekretär Michael Meister (CDU) im Gespräch mit RP-Online (Montag).

Ziel für die Geringverdiener sei die jährliche Ansparsumme von 400 bis 450 Euro in der bAV. Das Nettoeinkommen soll dabei nicht gekürzt werden. “Das ist ein wesentlicher Beitrag gegen Altersarmut”, so der Staatssekretär. Noch stehe offen, welche Einkommensgrenze für die Zuschüsse zur Betriebsrente sein soll. Dieser Punkt sei noch Bestandteil der Verhandlungen in der Koalition. Eine vom Finanzministerium in Auftrag gegebene Studie habe eine Obergrenze beim monatlichen Einkommen von 1.500 Euro mtl. brutto, bzw. 18.000 Euro jährlich vorgeschlagen. Der Zuschuss soll wie bei der Riester-Zulage pro Jahr 154 Euro betragen.

Sollte der Geringverdiener im Rentenalter trotz seiner zusätzlichen Vorsorge nicht über das Existenzsicherungsniveau (Grundsicherung) hinauskommen, soll der selbst geleistete Sparbeitrag nicht angerechnet werden.

Derzeit sparen rund 60 Prozent der Arbeitnehmer in eine Betriebsrente. Die Koalition peilt eine Quote von 80 Prozent an und will dies dadurch erreichen, dass Arbeitnehmer einer Betriebsrente aktiv widersprechen müssen, ansonsten käme die betriebliche Altersvorsorge automatisch zum Tragen.

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