Immer mehr Arbeitgeber stellen in Teilzeit ein und verdrängen damit die Vollzeitjobs. Gewinner ist die öffentliche Hand und klare Verlierer sind die Arbeitnehmer mit ihren Mini-Gehältern und der Mager-Rente im Alter.

Teilzeit zum Wohle des boomenden Arbeitsmarktes

Arbeit
Arbeitszeiten werden mehr geteilt

Die Wirtschaft stagniert und die Ökonomen sind gerade dabei, den Konjunktur-Horizont mit dunklen Wolken auszufüllen. Allerdings boomt der Arbeitsmarkt nach wie vor und mit einem weiteren Zuwachs der Beschäftigtenzahl sei auch im Jahr 2019 zu rechnen. Die „alte Schule“ lehrte, Hochkonjunktur und viele Arbeitsplätze, Rezession und weniger Arbeitsplätze. Wie kann das also gehen? Immer mehr Menschen teilen sich die gleiche oder weniger Arbeit. Weniger Vollzeit, dafür mehr Teilzeit und natürlich entsprechend geringes Einkommen. Super Voraussetzungen für das spätere Rentenalter.

Diese Entwicklung ist aktuell im Einzelhandel besonders gut zu beobachten. Vor 15 Jahren lag der Anteil der Teilzeitkräfte in dieser Branche bei 52,5 Prozent. Im Jahr 2018 waren es bereits 60,3 Prozent, so die Saarbrücker Zeitung (Mittwoch) anhand von der Bundesagentur für Arbeit (BA) gelieferten Daten. Diese wurden demnach von der Linken-Sozialpolitikerin Sabine Zimmermann angefordert.

Im Einzelhandel waren bis Ende 2018 demnach rund drei Millionen Menschen beschäftigt. Davon 1,84 Millionen in Teilzeit. Einbezogen sind auch die geringfügig Beschäftigten. Im vergangenen Jahr sackte die öffentliche Hand einen Rekordüberschuss ein. An erster Stelle der Bund und an zweiter Stelle die Sozialversicherungen. Diese profitieren ebenfalls vom „Arbeitsboom“, da auch der Anteil der sozialversicherungspflichtigen Teilzeitarbeit rasant zunimmt. Gegenüber dem Jahr 2000 stieg diese Gruppe um fast 32 Prozent an auf bereits fast die Hälfte aller Stellen. Wo Teilzeit zunimmt, schrumpft die Vollzeit ab. Im Einzelhandel sei Teilzeitarbeit bereits zur Regel geworden, so Zimmermann. Eine Folge des deregulierten Arbeitsmarktes, da viele Arbeitgeber für mehr Flexibilität der Teilzeit den Vorzug gäben.

Die Teilzeit heute ist die Mini-Rente von Morgen. Der einzige derzeitige Lichtblick für Teilzeitbeschäftigte ist die Einführung der von der SPD vorgeschlagenen Grundrente. Dazu müsste allerdings „nur“ der Koalitionspartner mitspielen und Betroffene brauchen „nur“ 35 Beitragsjahre vorzuweisen.


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