Das Internet bietet den bequemen Einkauf in Online-Shops und Versandhandel. In Ruhe ausgesucht, ein paar Klicks und in ein oder zwei Tagen ist die bestellte Ware an der Haustüre. In den vergangenen zwei Jahren hat sich der Trend aufgrund der Corona-Maßnahmen noch verstärkt. Dazu aber auch der Anteil der Schulden bei den Onlineshops und Internet-Versandhändlern.

Deutliche Verlagerung des Einkaufs gen Internet

Einkaufszentrum
Leergefegte Geschäfte und florierender Onlinehandel

Die ausgerufene Corona-Pandemie samt den damit begründeten Maßnahmen hat den Online-Händlern zu einem gewaltigen Aufwärtsschub verholfen. Während die Einzelhändler in den Städten dazu verdonnert wurden, nur „ausgewählte“ Kundschaft Einlass zu gewähren oder teils buchstäblich geschossen wurden, konnten dagegen die Online-Geschäfte rund um die Uhr geöffnet bleiben und dies auch noch diskriminierungsfrei. Mit dieser politischen Verlagerung der Umsätze gen virtuelles Internet erfolgte gleichzeitig eine zusätzliche Verschiebung der Verbindlichkeiten der Kunden den Geschäften gegenüber. Die Schulden der Kunden verlagerten sich in den vergangenen Jahren verstärkt in den Onlineshopping-Bereich.

Anteil der Schuldner im Online-Bereich stieg an

Gemäß den Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hatten im Jahr 2021 rund 28 Prozent der 575.000 Personen, die aufgrund ihrer Schulden eine Beratungsstelle aufsuchten, Ausstände bei Online- und Versandhändlern. Im Laufe der vergangenen fünf Jahren ist dieser Anteil um drei Prozentpunkte angestiegen. Im Jahr 2016 hatten von rund 617.000 betroffenen Personen etwa 25 Prozent Schulden bei Online-Geschäften.

Höherer durchschnittlicher Schuldenbetrag

Im Schnitt lag die Höhe der Schulden bei Onlineshops und Internet-Versandhändlern im Jahr bei 587 Euro pro Person (2016: 510 Euro). Allerdings ist dieser Betrag gegenüber den gesamten Schulden aller überschuldeten Personen ziemlich gering und nimmt lediglich 2 Prozent ein. Die durchschnittliche Schuld einer überschuldeten Person lag im Jahr 2021 bei 31.087 Euro.

Frauen öfter und höher verschuldet als Männer

In der Regel sind Frauen bei Online-Shops öfters und auch mit höheren Beträgen verschuldet als Männer, so Destatis. Dabei sei der Anteil zwischen Frauen und Männer, die über das Internet einkaufen, ziemlich ausgeglichen. Im Jahr 2021 lag der Anteil der Frauen, die Hilfe von einer Schuldnerberatungsstelle in Anspruch nahmen und auch Schulden bei einem Online- und Versandhandel hatten, bei 35 Prozent. Der Anteil bei den Männern lag dagegen bei 23 Prozent. Frauen hatten anteilige Schulden im Online-Bereich in Höhe von 779 Euro und dabei deutlich mehr als Männer mit 425 Euro.

Kleidung und Schuhe sind beliebteste Artikel

Zu diesem Ungleichgewicht könnten auch die unterschiedlichen Schwerpunkte von Frauen und Männern beigetragen haben. Besonders beliebt im Bereich des Onlineshoppings sind lt. Destatis vor allem Kleidung, Schuhe, Accessoires und Sportartikel. Mit 49 Prozent bestellte fast die Hälfte der Gesamtbevölkerung im Alter zwischen 16 und 74 Jahren im 1. Quartal 2022 eines dieser Produkte über das Internet. Beliebt sind auch Filme und Musik (29 %) und Lebensmittel, Getränke und Waren für den täglichen Bedarf (21 %).

Jüngere Generation mehr verschuldet als ältere

Den größten Anteil der überschuldeten Personen mit unbezahlten Verbindlichkeiten bei Online- und Versandhändlern nahmen im Jahr 2021 mit 38 Prozent die 20- bis 24-Jährigen ein. In der Altersgruppe 25 bis 34 Jahren lag der Anteil bei 34 Prozent und bei der älteren Generation im Bereich von 55 bis 64 Jahren bei 21 Prozent. 

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