Griechenlands Schuldendienst – Für Insel Urlauber könnte es teurer werden


Für Urlauber und Erholungssuchende auf einer griechischen Insel könnte der Aufenthalt sehr bald etwas teurer (weniger günstiger) werden. Athen plant im Rahmen der eingeleiteten Reformen die Anhebung der Mehrwertsteuer.

Mehr Einnahmen durch den Tourismus für den Schuldendienst

Meeresurlaub

Höhere Mehrwertsteuer auf Griechenlands Inseln geplant

Derzeit gilt auf ausgesuchten beliebten griechischen Ferieninseln ein um ein knappes Drittel ermäßigter Mehrwertsteuersatz. Das könnte bald ein Ende haben. Griechenland plant die Anpassung der “Insel-Mehrwertsteuer” auf das gleiche Niveau wie auf dem Festland, wie Spiegel online (Dienstag) berichtete.

Das griechische Finanzministerium peilt die Angleichung des Mehrwertsteuersatzes auf rund 180 Ferieninseln, wie z.B. Paros, Mykonos und Santorin, auf die allgemein gültigen 23 Prozent an. Dabei sollen die etwas abgelegenen und “ärmeren” Inseln im Auge behalten und ggfs. von der Mehrwertsteuer-Anhebung befreit bleiben.

Griechenland reagiert damit auf den Druck der internationalen Geldgeber, also Gläubiger wie der Internationale Währungsfonds (IWF), die Europäische Zentralbank (EZB), die EU und weitere Kreditgeber. Der Vorschlag Griechenlands, die für die Inseln geltende Mehrwertsteuer auf Festland-Niveau anzuheben, dürfte ein Bestandteil der in Kürze ausgearbeiteten Reformliste sein. Die Eurogruppe (Finanzminister der Euro-Mitgliedsländer) erwarten die Vorlage des Entwurfs am kommenden Montag.

Höhere Mehrwertsteuer auf Griechenlands Inseln – Ein weiterer Beitrag

“Woher nehmen, wenn nicht stehlen?”. Griechenlands um rund 25 Prozent eingebrochene Wirtschaft besitzt mit der Tourismus-Branche einen noch relativ lebendigen Zweig. Dass “ausgerechnet” auch die Urlauber Deutschlands, der Zahlmeister in der Eurozone, für das hellenische Desaster aufkommen müssen, dürfte so manchen Zeitgenossen sauer aufstoßen. Allerdings ist Griechenland nicht dafür verantwortlich, dass die Bundesregierung ihre Steuerzahler in die Pflicht genommen hatte, damit die Bankinstitute und andere privaten Gläubiger sowie Finanzmarkt-Spekulanten vor Verlusten bewahrt blieben. Für einige Milliarden an Griechenland war der Weg über Athen eigentlich ein langer und komplizierter Umweg, aber die Überweisung direkt nach Frankfurt oder Paris wäre dann doch zu aufdringlich gewesen.

Die Anhebung der Mehrwertsteuer auf den griechischen Inseln würde bei einer 1,- Euro-Eiskugel rund 5 Cent Aufschlag bedeuten. Sollte es deutlich mehr werden, dann könnte die Preispolitik der deutschen Gastronomie bei der Einführung des Euros als ein glänzendes Vorbild gegolten haben.

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