4% höhere Großhandelspreise kommen Realität schon näher


Die Preise des Großhandels lagen im Januar 2017 im Schnitt um 4 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Eine Größenordnung, die die Strapazen der Haushaltskasse eher beschreiben als die offiziellen Daten zu den Verbraucherpreis-Entwicklungen.

Entwicklung Großhandelspreise kommen der Realität näher

Verteuerungen

Satte 4% höhere Großhandelspreise im Januar 2017

Beim Großhandel stiegen die Preise im Januar 2017 im Schnitt um 4,0 Prozent gegenüber dem Vorjahres-Januar. Die höchste Steigerung seit dem Oktober 2011, wie die Statistikbehörde Destatis am Montag mitteilte. Bereits im Dezember 2016 betrug die Preissteigerungsrate auf Jahressicht 2,8 Prozent. Ein einmaliger “Ausrutscher” scheint dies im Januar 2017 somit nicht gewesen zu sein.

Die Preissteigerungen bei Mineralölerzeugnissen und festen Brennstoffen waren mit +16,4 Prozent (gegenüber Januar 2016) mehr als deutlich. Lebende Tiere kosteten im Januar um +15,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, gefolgt von Erzen, Metallen und Metallhalbzeug (+12,2 %).

Die größten Preiszuschläge gab es bei Altmaterial und Reststoffen. Hier lag die Preissteigerung gegenüber Januar 2016 bei satten 31,2 Prozent.

Lediglich bei chemischen Erzeugnissen lagen die Großhandelspreise auf Jahressicht um -2,0 Prozent niedriger.

Die Endverkäufer bzw. Unternehmen mit “Privatkunden-Kontakt” werden die Preisanstiege beim Großhandel nicht einfach so schlucken, sondern an den Konsumenten “brav” weiterreichen. Eine Verteuerung, die sich voraussichtlich in den kommenden Monaten fortsetzen wird. Preissteigerungen von 4,0 Prozent oder darüber entsprechen dem Bauchgefühl des Konsumenten ohnehin eher, als die von Destatis verbreiteten offiziellen Inflationsdaten (gemessen am Verbraucherpreisindex) der letzten Monate. Da erscheinen selbst die 1,9 Prozent im Januar noch als zu niedrig angesetzt.


Tarifomat24.de

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