Abgewendete Deflationsgefahr? Verbraucherpreise Mai 2015 +0,7%


Die Inflationsrate in Deutschland stieg im Mai 2015 auf +0,7% und entfernte sich damit der Deflationsgefahr um einen weiteren Schritt. Energiepreise zogen noch am kräftigsten nach unten, während die Preise für Lebensmittel und Dienstleistungen deutlich anzogen.

Deutschlands Preisentwicklung wieder deutlich in positiver Zone

Geschäftsentwicklungen

Steigende Inflationsrate in Deutschland

Ist die von der Europäischen Zentralbank (EZB) befürchtete Deflationsgefahr nun aus der Welt geschaffen? Zumindest deuten die Verbraucherpreise im “Wirtschaftsraum Deutschland” im Mai 2015 darauf hin. Nach den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) betrug die Jahres-Inflationsrate (gemessen am Verbraucherpreisindex) im Mai +0,7%.

Demnach stiegen im vergangenen Monat die Preise für Nahrungsmittel um +1,4 Prozent, Dienstleistungen um +1,5% an. Für beide Sparten des “Warenkorbs” ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vormonat mit um +1,1% bzw. um +1,2% gestiegenen Preisen. Wohnungsmieten kletterten im Mai um +1,2% nach oben und blieben somit auf der seit Monaten beschrittenen Linie.

Die breite Sparte “Waren” verbilligte sich im Durchschnitt um -0,3% und kam somit im Mai der Null um einen weiteren Schritt entgegen. Im Februar lagen die Preise gegenüber dem Vorjahres-Monat noch um -1,4% niedriger.

Die Energiepreise (z.B. Strom, Gas, Treibstoffe) lagen im Mai 2015 um -5,0% unter den Preisen vom Mai 2014. Ein “Knick” nach oben kann ohnehin erst im Laufe des Sommers erwartet werden, da die Rohölmärkte im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres förmlich nach unten abstürzten. Vorausgesetzt die Energiepreise bleiben auf dem gegenwärtig zaghaften Erholungskurs.

Bis zur von der EZB erwünschten Inflationsrate von knapp 2% ist noch ein langer Weg zu hinterlegen. Mit dieser Zielmarke spricht die Europäische Zentralbank – warum auch immer – von “stabilen” Preisen. In Deutschland lag die Inflationsrate im ersten Monat des Jahres noch deutlich im negativen Bereich, erreichte aber im Februar erstmals die positive Zone und stieg seit dem kontinuierlich an. Für eine “zufriedenstellende” Teuerungsrate in der gesamten Eurozone müssten allerdings die weiteren 17 Mitgliedsländer ebenso mitziehen.


Tarifomat24.de

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