Anfang 2015 sind heftige Unruhen für EU & Eurozone absehbar


Bereits in den ersten Tagen im Jahr 2015 sind die kommenden Unruhen in der EU und Eurozone absehbar. Die Gemeinschaftswährung bricht weiter ein, die Konjunktur lahmt, die Deflation droht, Griechenlands Euro-Austritt ist bereits eine Option und Russlands Wirtschaftsmisere könnte Europa mit in den Abgrund reißen.

Im Jahr 2015 stehen einige Weichen zur Umstellung an

EU

In 2015 könnte der Sturm auf die EU losbrechen

Das Jahr 2015 ist noch sehr jung und für die Eurozone stehen tief schwarze Sturmwolken über den Horizont. Die kommenden Unruhen für die Währungsgemeinschaft sollten jedoch nicht überraschend kommen. Die Krise war allenfalls etwas beruhigt, aber keinesfalls beseitigt oder gelöst.

Mit dem mehrmaligen Scheitern der Präsidentenwahl in Griechenland wurde der Zünder noch in den letzten Zügen des vergangenen Jahres angefacht. Die griechischen Neuwahlen am 25.01.2015 versetzen EU-Kommission und Europäische Zentralbank (EZB) in Alarmbereitschaft. Die nach Umfragen vorne liegende linksgerichtete Partei Syriza kündigte die “Revolution” gegen die Troika-Auflagen an. Sogar Griechenlands Austritt aus der Eurozone ist nicht mehr ausgeschlossen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sehen den “Grexit” lt. Informationen des Spiegels als ein mögliches und durchaus vertretbares Szenario an.

Der Euro bricht ein – Der Sportwagen wird zum Eselskarren gemacht

Während des ersten Wochenendes im Jahr 2015 krachte der Euro auf unter 1,19 Dollar und stellte damit den tiefsten Stand seit 2006 ein. Die bisherigen Maßnahmen und angekündigten Finanzinstrumente der EZB haben ihre (zweifelhafte) Wirkung nicht verfehlt. Übel nur, dass die Inflationsrate im Euroraum ganz und gar nicht mitspielt und der immer noch fallende Ölpreis könnte EZB-Chef Mario Draghi zum Griff zur “Bazooka” bewegen. Die Maschinerie zum Anleihekaufprogramm wird bereits warm gefahren.

Neue “unkonventionelle Ideen” mit notwendigen Gesetzes-Anpassungen

Willem Buiter, Chef-Ökonom der Citigroup, plädierte lt. Spiegel für die direkte Finanzierung der Euro-Staaten durch die EZB. Die Mitgliedsstaaten könnten mit der direkt aus der Notenbank fließenden Liquidität in die Infrastrukturen investieren oder das Geld direkt an die Bürger verteilen. Dazu müsse allerdings der Artikel 123 des Europäischen Vertrages entsprechend abgeändert werden. Für Buiter stellt dieser Artikel ohnehin ein Desaster für die Eurozone dar.

Russland-Sanktionen: Der Schaden für die EU – USA lachen

Mehr als genug scheinen nun auch die Sanktionen gegen Russland zu sein. Vize-Kanzler und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) warnte vor weiteren Verschärfungen der Strafmaßnahmen gegen Moskau. Solche Forderungen hätten ganz andere Motive als den bloßen Druck, Russland zu einer entschärfenden Ukraine-Politik zu bewegen. Es könne nicht im Interesse sein, die russische Wirtschaft völlig zu zerstören.

Eine potenzielle politische Emanzipation gegenüber den USA steht ebenfalls im Raum, zumindest ist dieses “Quäntchen Rückgrat” wünschenswert. Immer mehr EU-Politiker wundern sich laut über die einknickenden Warenausfuhren nach Russland, während die Handelsumsätze mit den Staaten gestiegen sind.

Die groben Umrisse des heran nahenden Sturms in der Länder- und Währungsgemeinschaft sind somit schon vorgegeben.


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