Arbeitnehmer – Nur die Hälfte kann mit Weihnachtsgeld rechnen


Die Handhabung der Weihnachtsgelder durch die Arbeitgeber fallen wie jedes Jahr sehr unterschiedlich aus. Unterm Strich kann nur etwas mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer mit einer Jahressonderzahlung rechnen. Tendenz fallend.

Weihnachtsgeld: Tarifbeschäftigte im klaren Vorteil

Mindestlohnregelung

Knapp die Hälfte geht leer aus

Auch in dieser Saison zum Jahresende hoffen wohl die meisten Arbeitnehmer auf ein Weihnachtsgeld. Allerdings kann sich letztendlich nur eine knappe Mehrheit auf einen Obolus zur Weihnachtszeit freuen. Eine Sonderzahlung erhalten nur 53 Prozent der Arbeitnehmer, während der “Rest” völlig leer ausgeht, so das Umfrageergebnis des Portals lohnspiegel.de. Immerhin nahmen an der Umfrage rund 139.000 Beschäftigte teil. Mit an Bord ist das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der Hans-Böckler-Stiftung (WSI), welches das Umfrageergebnis entsprechend auswertete.

Die größten Chancen auf ein Weihnachtsgeld haben demnach die Tarifbeschäftigten. Bei den Arbeitnehmern mit einem Tarifvertrag in der Tasche liegt die Quote der ausgezahlten Weihnachtsgelder bei 76 Prozent. Bei Arbeitnehmern ohne einen Tarifvertrag liegt die Chance auf eine Weihnachtsgratifikation gerade mal bei 42 Prozent. Beschäftigte ohne Tarifvertrag sind “oft gleich doppelt benachteiligt”, so Prof. Dr. Thorsten Schulten, Leiter des WSI-Tarifarchivs. Im Schnitt erhalten die Beschäftigten ohne Tarifvertrag ohnehin einen deutlich geringeren Lohn und dazu “gehen sie m Jahresende oft leer aus.”

Allerdings wird der Anteil der Tarifbeschäftigten im Arbeitsmarkt beständig geringer. Die WSI-Forscher beobachten diese Entwicklung mit Sorge. Inzwischen haben in den alten Bundesländern nur noch 56 Prozent und in den neuen Bundesländern 45 Prozent der Beschäftigten einen Tarifvertrag in der Tasche. Auf der einen Seite beteuerten viele Arbeitgeber, sich wenigstens an den Tarifvorgaben zu orientieren, aber auf der anderen Seite scheint sie der Punkt Weihnachtsgeld nicht zu interessieren.

Arbeitnehmer in den Branchen Banken, chemische Industrie, Süßwaren, Druckerei und Textilien erhalten in der Regel ein relativ hohes Weihnachtsgeld. Deren Sonderzahlungen bewegen sich lt. WSI im Bereich von 95 bis 100 Prozent eines Monatseinkommens. Im Öffentlichen Dienst (neue Bundesländer) beträgt das Weihnachtsgeld abhängig von der Vergütungsgruppe zwischen 52 und 80 Prozent eines Montagsgehaltes. In den neuen Bundesländern bewegt sich diese Spanne im Bereich von 39 und 60 Prozent.

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