Außenhandelsbilanz 2016: Viertel Billion Euro Überschuss


Die Außenhandelsbilanz der deutschen Wirtschaft knackte im Jahr 2016 mit 254,6 Milliarden Euro wiederholt den bisherigen Rekord. Eine weitere viertel Billion Euro, erwirtschaftet von den Arbeitnehmern innerhalb eines einzigen Jahres, die am Ende als eine Schenkung betrachtet werden könnte.

Außenvermögen sind die Kredite der anderen Länder

Eurokrise

Überschüsse werden in 'Luft-Geld' umgesetzt

Die deutsche Exportindustrie steigerte ihre Ausfuhren im Jahr 2016 um 1,2 Prozent auf 1,2075 Billionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Im gleichen Zeitraum wurden Waren im Wert von 954,6 Milliarden Euro eingeführt, wie die Statistikbehörde Destatis mitteilte. Die Importe lagen auf Jahressicht um 0,6 Prozent höher.

Damit schloss die Außenhandelsbilanz mit einem Überschuss in Höhe von 252,9 Milliarden Euro im Jahr 2016 ab. Ein neuer Rekordwert, der die bisherige Spitze von 244,3 Milliarden Euro im Vorjahr deutlich übersteigt.

Klingt sehr positiv und in dieser Stimmung werden die Wirtschaftszahlen auch gerne von den breiten Medien dargestellt. Schließlich baut die deutsche Wirtschaft damit auch ihr sog. Außenvermögen deutlich auf. Doch unterm Strich sind es Schuldverschreibungen, in welcher Form auch immer.

Ende Januar 2017 stand der Zähler im Target-2 System für die Bundesrepublik auf 795 Milliarden Euro. Angeschriebene Schulden der anderen Euro-Länder, die den jährlichen Bundeshaushalt von rund 300 Milliarden um mehr als das Doppelte übersteigen. Rückzahlung oder ein anderweitiger Ausgleich sind ungewiss.

Ein Riesenvermögen, das von Arbeitnehmer in produktiver Arbeit erwirtschaftet, in realen Werten exportiert und als Schuldschein angeschrieben wurde. Der Export in sog. Drittländer ist mit dem Target-2-System gar nicht erfasst.

Die Bundesbank hat den Rücktransport der angepeilten Goldmengen aus den USA lt. eigenen Angaben bereits im Jahr 2016 vorzeitig abgeschlossen. Die Goldbestände in Frankreich sollen im Jahr 2017 vollständig nach Frankfurt am Main transportiert werden. Der Anteil in London bleibt unberührt.

Damit verfügte die Bundesbank unmittelbar über 1.619 Tonnen Gold, 1.236 Tonnen verbleiben bei der US-Notenbank Federal Reserve in New York. 432 Tonnen sind bei der Bank of England in London untergebracht. Derzeit lagern noch 91 Tonnen in Paris bei der Banque de France.

Mit Gold kann der Außenhandelsüberschuss und das bereits angestaute “Auslandsvermögen” keinesfalls beglichen werden. Alleine der Handelsbilanzüberschuss vom Jahr 2016 würde den gesamten Goldbestand der Deutschen Bundesbank um rund das Doppelte übersteigen. Mit derzeit 3.378 Tonnen besitzt die Bundesbank nach den USA ohnehin schon die weltweit zweitgrößte Goldreserve.

Wenn der Euro “platzt” steht auch der angeschriebene Betrag des Target-2-Systems auf dem Spiel. Verlorenes Kapital, welches durch reale Arbeit und deren Lohnverzicht erst geschaffen wurde. Der Überschuss in der Außenhandelsbilanz kann mit einer Schenkung gleichgesetzt werden.


Tarifomat24.de

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