Ökonomen zeichneten bereits finstere Wolken in den Himmel der Konjunkturaussichten. Nun scheint der „massive“ Wachstumsrückgang Chinas die Thesen eines globalen Abschwungs zu bestätigen.

Noch stehen die Anzeichen auf ein jeweiliges Quartalsplus

Wirtschaftsprognosen
Neue Ausgangslage für neue Prognosen

Die Aussichten auf einen globalen Wirtschaftsabschwung scheinen sich nun zu manifestieren. Erste deutliche Rückgänge gab es bereits im zweiten Halbjahr 2018 in der Produzierenden Industrie im Bundesgebiet wie auch EU-weit. Dazu reihen sich die von Ökonomen größerer Institute ausgesprochenen Warnungen vor einer möglichen neuen Wirtschaftskrise. Weltbank und IWF sehen die Risiken für die globale Konjunktur anwachsen und die Medien kreieren sich inzwischen einen vermeintlich Schuldigen an dieser Misere, indem der „Rechtspopulismus“ an als Auslöser an den Pranger gestellt wird.

Kürzlich enttäuschten die Wirtschaftsdaten der USA und nun sorgten die Wachstumszahlen Chinas bei manchen Wirtschaftswissenschaftler für tiefe Falten in der Stirn. Die Regierung Chinas veröffentlichte ihre Zahlen zum Wachstum im letzten Quartal 2018. Demnach sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Chinas nur noch um 6,4 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahres-Quartal angestiegen. Ein Wert, den auf der einen Seite die Industrieländer in der EU nicht annähernd erreichen, aber auf der anderen Seite wird China ein recht laxer Umgang mit den statistischen Werten nachgesagt. Entweder brachen die Wachstumszahlen tatsächlich stark ein, oder man nahm einfach zur „Bereinigung“ der Zuwachsraten einen kleineren Faktor.

Zumindest erreichte die nun offiziell angegebene Zuwachsrate auf dem Niveau wie zuletzt vor 28 Jahren. Immerhin brachte es Chinas Wirtschaft seit Januar 2016 auf Zuwachsraten im Bereich zwischen 6,7 und 6,8 Prozent, zumindest nach offizieller Auslegung.

Das Münchener ifo Institut ist dagegen nicht gar so pessimistisch eingestellt. Demnach erhielt die deutsche Industrie im Jahr 2018 einen kräftigen Dämpfer, aber die Münchener Ökonomen gehen dennoch von einem moderaten Wachstum im Jahr 2019 aus. Die Autoindustrie werde wieder aus der Talsohle der von der Abgasnorm begründeten Produktionsrücknahme erholen.

Noch stehen die Anzeichen auf Wachstum, wenn auch in geschwächter Form. Für eine handfeste Rezession muss erst noch die erste von insg. drei Rückgängen in Folge eintreffen.


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