Im zweiten Quartal 2020 lag das Bruttoinlandsprodukt um -11,9 Prozent niedriger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Auf Monatssicht konnten die Statistiker dennoch einen positiven Aspekt abgewinnen.

Wirtschaftliche Rückgänge übertreffen „Finanzkrise“ mit Lockerheit

Kaputte Industrie
Im Bezug auf BIP-Rückgang hatten Politiker einen grandiosen Erfolg erzielt

Die Lockdown-Verordnung durch Bund und Länder sorgten auch im zweiten Quartal 2020 für einen massiven Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Gemäß der am Dienstag von Destatis veröffentlichten Zahlen rutschte das BIP in den Monaten April bis Juni gegenüber dem Vorquartal um 9,7 Prozent in die Tiefe. Der wirtschaftliche Rückgang während der sog. Finanzkrise im ersten Quartal 2009 lag dagegen „nur“ bei -4,7 Prozent. Dennoch konnten die „offiziellen Statistiker“ am wirtschaftlichen Niedergang während des zweiten Quartals 2020 etwas Positives abgewinnen. Der Rückgang des BIP fiel geringer aus als die vorab geschätzten -10,1 Prozent.

Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen fuhren im ersten Halbjahr ein Defizit von -3,2 Prozent ein, so die Statistker. Gestiegene Ausgaben und stark verminderte Steuereinnahmen führten nun dazu, die Überschüsse der vergangenen Jahre in ein dickes Minus zu führen.

Während dem zweiten Quartal 2020 hat es sogar die bis zuletzt sehr solide Bauwirtschaft erwischt. Die Investitionen in dieser Sparte rutschten um -4,2 Prozent ab, während im ersten Quartal noch ein Anstieg von 5,1 Prozent gemessen wurde. Die Konsumausgaben der öffentlichen Hand, welche mitunter zum Defizit außerhalb des Maastricht-Erlaubten führten, erhalten zur Bestimmung des BIP einen positiven Aspekt. Die Ausgaben stiegen um 1,5 Prozent und wirkten sich daher „stabilisierend“ aus.

Weitaus weniger „stabilisierend“ fiel dagegen der Außenhandel aus. Der Export rutschte im zweiten Quartal 2020 um 20,3 Prozent ab (preis-, saison- und kalenderbereinigt). Im gleichen Zeitraum lagen die Importe um 16,0 Prozent niedriger. Damit erzielte die deutsche Wirtschaft dennoch einen warum auch immer hoch bejubelten Überschuss.

Gegenüber das gleiche Vorjahres-Quartal lag das BIP um -11,3 Prozent niedriger. Das „Finanzkrisen-Quartal“ April bis Juni 2009 schaffte es dagegen nur auf -7,9 Prozent.

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