BRD ist Weltmeister Export und Exportüberschüsse 2016


Die deutsche Wirtschaft holte sich im Jahr 2016 voraussichtlich nicht nur erneut den Titel des Exportweltmeisters sondern auch den es “Überschussweltmeisters”. China wäre damit auf Platz 2 verwiesen. Diese Zustände werden dem positiven Aspekt eines Weltmeisters aber nicht gerecht.

BRD ist Weltmeister im Anhäufen von “Auslandsvermögen”

Arbeiter

Arbeitnehmer leisten alleine und gehen leer aus

“Deutschland ist Exportweltmeister” und befindet sich dazu an der Spitze in der Kategorie der erzielten Handelsbilanzüberschüsse. Beide Tatsachen werden gerne als Kennzeichen einer hervorragend funktionierenden Wirtschaft und ihre prächtigen Blüten verwendet. Ersteres kann durchaus als Erfolg bezeichnet werden, wenn da nicht die exzessiven Überschüsse wären. Artet dieser “Überhang” im Verhältnis zwischen Export und Import zur Übermäßigkeit und Dauerhaftigkeit aus, ist dies vor allem für die Bevölkerung ein äußerst bedenklicher Zustand und bestätigt darüber hinaus, dass das Leben der Bundesbewohner nicht über seine Verhältnisse hinausgeht, sondern darunter gehalten wird.

Die deutsche Wirtschaft wird für das Jahr 2016 voraussichtlich wieder als “Weltmeister beim Kapitalexport” hervorgehen, so die Feststellung des Münchner ifo-Instituts. Der Leistungsbilanzüberschuss dürfte bei rund 268 Milliarden Euro (bzw. 297 Milliarden US-Dollar) liegen. Damit liegt der deutsche Handelsbilanzüberschuss wieder einmal vor dem Chinas. (245 Mrd. US-Dollar). Damit stieg der Leistungsbilanzüberschuss der dt. Wirtschaft im Jahr 2016 auf 8,6 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung (8,3 % im Jahr 2015). Als noch tragfähig gilt lt. EU-Vorgabe ein Überschuss von 6 Prozent des BIP.

Mit dem Handel mit Waren holte sich die Export-Industrie den größten Überschussanteil ein. Rund 255 Milliarden Euro Überschuss zwischen Jahresanfang 2016 und November. Das Auslandseinkommen war im gleichen Zeitraum mit 53 Milliarden Euro ebenfalls positiv. Ein Minus von 66 Milliarden Euro erzielten Dienstleistungen und Übertragungen.

Handelsbilanzüberschüsse werden auch gerne als “Auslandsvermögen” bezeichnet und diese bestehen zu einem großen Teil aus den Staatspapieren anderer Länder. Der Netto-Ankauf belief sich lt. ifo-Institut bis November 2016 auf 193 Milliarden Euro. Lediglich 18 Milliarden Euro machten Direktinvestitionen aus.

Das völlig gegenteilige Bild bietet die Wirtschaft der USA. Seit Jahrzehnten chronisch defizitär und so auch im Jahr 2016. Das Minus bei der US-Außenhandelsbilanz wird 478 Milliarden US-Dollar betragen. Die USA sind damit Weltmeister in der Kategorie Kapitalimporte. Bei einem Leistungsbilanz-Defizit verbrauchte ein Land mehr als es selbst produzierte. Der betroffene Staat baut damit seine Schulden im Ausland auf. Die USA nähern sich mit ihrer Auslandsverschuldung inzwischen der Marke von 20 Billionen US-Dollar.

Die US-Wirtschaft verlangt und die BRD-Industrie liefert. Im Tausch gegen die mit wertlosen und beliebig oft gedruckten US-Dollar “besicherten” US-Staatspapieren. Wenn das mal kein “glänzendes Geschäft” ist. Auf dieses Prinzip basiert die ursprüngliche Geschäftsidee der USA. Der US-Dollar wird zur Weltleitwährung empor gehoben und sorgt auch im eigenen Land für ausreichende Liquidität, weil diese Papiereinheiten durch die Ausgabe von Schuldscheinen “wie von Geisterhand” wieder zurückfließen. Bis zum Jahr 1971 war der US-Dollar noch anteilig mit Gold gedeckt. Das sog. Bretton-Woods-Abkommen hob US-Präsident Nixon jedoch einseitig. Das Gold reichte nicht mehr für die benötigten Geldsummen. Der Vietnamkrieg beschleunigte diese Entwicklung. Mit dem Ausstieg im Jahr 1971 ist die im Umlauf befindliche Geldmenge in US-Dollar förmlich explodiert. Für die weiterhin freiwillige Annahme des US-Dollars und die damit bewährten Papiere sorgt die weltweit vertretene Präsenz der US-Armee.

Für die deutschen Arbeitnehmer und Rentner bedeutete die Vermeidung der massiven Exportüberschüsse “einfach betrachtet” entweder deutlich mehr Lohn bzw. Rente und dazu mehr Urlaub ohne Lohnkürzungen.


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