Corona: Viele Fluggesellschaften verweigern Ticketerstattung


Das Luftfahrt-Bundesamt hat alle Hände voll zu tun, um das Beschwerdeaufkommen vermeintlich geprellter Kunden aufzuarbeiten. Die Fluggesellschaften scheinen anhand der definierten Corona-Krise ein eigenwilliges Geschäftsgebaren zu entwickeln.

Im ersten Halbjahr mehr Bußgelder als im gesamten letzten Jahr

Flugzeug

Fluggesellschaften sind bei Erstattung Ticketkosten sehr zurückhaltend

So manche Fluggesellschaft nimmt die mit Corona begründete Lockdown-Krise als Gelegenheit, die Kundschaft zu übervorteilen, bzw. sieht sich selbst aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten dazu gezwungen. Lt. dem Handelsblatt (Dienstag) geht aus einer Antwort der Bundesregierung nach einer schriftlichen Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, dass die Zahl der gegen Fluggesellschaft eingeleiteten Bußgeldverfahren während der mit Corona begründeten Lockdown-Krise stark zunahm. Bis zum 30. Juni 2020 gab es gemäß Luftfahrt-Bundesamt (LBA) insg. 648 Verfahren gegen Fluggesellschaften, nachdem Kunden vorab eine Beschwerde einreichten.

Im gesamten vergangenen Jahr waren den Fluggesellschaften dagegen “nur” 630 Bußgeldverfahren anhängig. Die LBA zählte als Gründe der Passagier-Beschwerden vor allem verspätete Flüge (245 Fälle) und abgesagter Flüge (375) auf. Weitere 20 Verfahren sind demnach anhängig wegen sog. Nichtbeförderung. Dies treffe vor allem auf Abweisungen des Kunden wegen Überbuchung zu. Hinzu kommen Verfahren wegen Verletzung der Informationspflicht. In 174 Fällen handelt es sich um die Erstattung von Flugtickets.

Das LBA zählte in den ersten sechs Monaten des Jahres 1.470 Beschwerden wegen Verspätungen, Nichtbeförderung und Annullierungen. Vom Beschwerdeaufkommen gingen alleine im Monat März rund 1.000 Beschwerden ein. In diesem Monat kam der Flugverkehr aufgrund des politisch verordneten Lockdowns fast vollständig zum Erliegen. Eine Mehrheit dieser Beschwerden (680) betraf die Verweigerung der Fluggesellschaften, die Ticketkosten zu erstatten.

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