Deutscher Arbeitsmarkt nicht gefeit vor Abschwung


Der deutsche Arbeitsmarkt wird nicht mehr viel länger von der abflauenden Konjunktur relativ verschont bleiben. Die Rufe nach Einleitung von entsprechenden Maßnahmen werden lauter, jedoch wie immer nur im Sinne von Flickschusterei.

Das grundlegende Problem bleibt wieder unberührt

Arbeiter

Produzierende Industrie hat es beim Abschwung bisher am meisten erwischt

Noch wirken sich die konjunkturellen Schwächen sehr gedämpft auf den deutschen Arbeitsmarkt aus. Während die Stimmungen in den Manager-Etagen der Unternehmen lt. „Barometermessung“ des Münchener ifo Instituts auf einen neuen Tiefpunkt gesunken sind, blieb es bei der Beschäftigtenzahl bisher relativ stabil. Noch, denn hält die Abwärtsflaute weiter an, so dürften auch die Unternehmen schon bald auf Neueinstellungen verzichten und das Instrument der Kurzarbeit in die Hand nehmen.

Geschuldet ist die noch relative Unversehrtheit des deutschen Arbeitsmarktes besonders der seit vielen Jahren laufenden Umstrukturierung. Weg von vollwertigen Arbeitsplätzen, hin zum prekären und ohnehin unterbezahlten Job. Im Prinzip verrichten immer mehr Menschen die gleiche Arbeit für immer weniger Entgelt. Heute fast zu wenig zum Leben und später als Rentner ohnehin.

Dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) liegt allerdings die Behandlung von Symptomen näher als das Problem bei der Wurzel anzupacken. So fordert DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach „angesichts der abnehmenden Dynamik am Arbeitsmarkt“ nun Maßnahmen zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes. Es müssen Arbeitsplätze gesichert und den Arbeitnehmern zur Vermeidung der Arbeitslosigkeit neue Perspektiven eröffnet werden. Zu den Schritten zählte der Ausbau der sozialen Sicherungssysteme und dazu zählte auch die an Weiterbildung gekoppelte Kurzarbeit.

Nach wie vor litten Millionen Menschen unter den Folgen der eingeleiteten Flexibilisierung des Arbeitsmarktes. Soziale Unsicherheit und Unzufriedenheit werden durch prekäre Beschäftigung sowie Löhne angetrieben, so Buntenbach. Dies diene „allein den rechten populistischen Kräften“ und diesen dürfe man keinen Vorschub leisten.

Eine Rückkehr zu vollwertigen und auch angemessen bezahlten Arbeitsplätzen auf weiter Ebene wird angesichts des vorherrschenden Wachstumszwangs allerdings nicht möglich sein. Es bleibt bei der Flickschusterei, denn die Produktivität der Menschen ist an ihre Grenzen gestoßen. Noch mehr produzieren in immer weniger Zeit erfordert mehr Maschinen und diese setzen wiederum die nächsten Arbeitnehmer auf die Straße. Der Wachstumszwang und die einhergehende Notwendigkeit von immer mehr Arbeit für immer weniger Geld sowie weitere Konsequenzen (z.B. erforderliche Inflation bzw. Enteignung) basieren auf das Schuldgeld- und Zinssystem. Allerdings darf dieses als naturgegeben verkaufte Geldsystem wie immer nicht angesprochen, geschweige angefasst werden.

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