Die Mär vom begründeten Bargeldentzug


Die Gründe für den “notwendigen” Bargeldentzug, bis hin zum vollständigen Bargeldverbot sind eine Mär. Weder Terror und Kriminelle ließen sich von einem Bargeld-Limit abhalten. Dafür fiele es aber den Politikern äußerst leicht, die ungeschützten Vermögen der Bürger einfach vom Konto zu räumen.

Vorgeschobene Gründe für langsamen Bargeldentzug

Raubzug

Der Kampf um das Bargeld ist eröffnet

Der Angriff auf das Bargeld scheint langsam ins Rollen zu kommen. Nachdem Politiker, Banker und Ökonomen schon vor rund 2 Jahren die ersten Testmarken in die Welt setzten, könnte der schrittweise Entzug des Bargelds nun einen Anfang finden.

Die SPD schlug in der vergangenen Woche vor, den 500-Euro Schein einfach abzuschaffen und “am besten” den 200-er gleich mit dazu. Die Bundesregierung schwadroniert von einer Begrenzung der Bargeldbezahlung auf maximal 5.000 Euro. Die Europäische Zentralbank (EZB) wolle das Einziehen des 500-er Scheins prüfen. Lediglich Bundesbankpräsident Jens Weidmann stemmt sich (scheinbar?) gegen jegliche Absichten, den Bürgern das Bargeld zu entziehen. Es sei ein fatales Signal.

Die Gründe für die gewollte Bargeld-Limitierung /-Abschaffung

Aus der Ecke der befürwortenden Ökonomen und auch den privaten Geldinstituten gleichen sich die angeführten Gründe für die Bargeldabschaffung. Bargeld sei viel zu teuer, unwirtschaftlich, verursache nur Kosten. Die Politik hat sich auf den “effektiven Kampf” gegen die Kriminalität eingeschworen. Bargeldbezahlungen in hohen Mengen und vor allem der 500-er Schein begünstigten die organisierte Kriminalität und insbesondere den Terror. Eine Begrenzung der Bargeldbezahlung auf 5.000,- Euro und die Abschaffung des großen 500-Euro-Scheins sei ein entscheidender Beitrag, den kriminellen und terroristischen Vereinigungen die Grundlage zu entziehen.

Was dürfte der wahre Grund für die Bargeldabschaffung sein?

So unglaubwürdig es klingt, dass Schwerkriminelle und Terroristen ihre Arbeit in der Eurozone einstellten, weil es an ausreichend legaler Bargeldmenge mangelte, so glaubwürdig ist die Version der vollständigen Kontrolle über das Geld der Bürger.

Kein Bargeld bedeutet ausschließlich Guthaben auf Konten, Karten und sonstigen Chips. Der Sparer ist seiner Möglichkeit beraubt, das Ersparte in der Form des derzeit einzigen gesetzlichen Zahlungsmittels in Sicherheit (“unters Kopfkissen”) zu bringen.

Die Euro-Rettungspolitik macht es eigentlich glasklar vor, wohin der Zug fahren soll. Die Banken wanken und kippen der Reihe nach. Credit Suisse, Deutsche Bank und Commerzbank sind echte Kaliber und schmieren kräftig ab. Bankenaufsicht, ESM und Co. können das Billionen-Grab nicht zuschütten und deshalb konzentrieren sich die Blicke der “Euro- und Bankenretter” auf das Vermögen der Privatpersonen. Das Geld der Sparer muss zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein und dies ist das Konto. Ein “Verschleppen” des Privatvermögens als Bargeld wäre kontraproduktiv.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) erklärte im Herbst 2013 klipp und klar, dass es für die hochverschuldeten Länder der beste Weg sei, den Vermögen der Bürger einfach 10 Prozent abzuzwacken. Also per Knopfdruck und vorzugsweise zu Beginn eines verlängerten Wochenendes, wie es Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bei der “Rettungs-Aktion” für Zypern favorisierte.

Es liegt auf der Hand, dass der schrittweise Entzug des Bargelds im finalen Bargeldverbot münden wird. Nicht um die Bürger vor Kriminalität und Terror (welches derzeit offenbar reichlich importiert wird) zu schützen, sondern um den schnellen und unkomplizierten Zugriff auf deren Vermögen zu gewährleisten.


Tarifomat24.de

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