Elektrogeräte: Verbesserte Gewährleistung für Konsumenten


Für die Konsumenten sollte künftig eine verbesserte Gewährleistung für neu erworbene Geräte gelten. Die Grünen fordern eine Ausweitung ihrer Rechte durch die Verlängerung der Beweislast für die Hersteller.

Beweislastumkehr bereits nach 6 Monaten

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Die alten Kisten hielten noch am längsten

Gibt ein Elektrogerät innerhalb der Garantiezeit den Geist auf, so tritt für den Konsumenten nicht automatisch ein Anspruch auf Reparatur oder den Austausch ein. Derzeit gilt die Beweislast für den Hersteller, dass das Gerät mängelfrei sei, nur für die ersten sechs Monate. Im Anschluss muss der Konsument einen Herstellungsfehler nachweisen.

Für die Grünen ist der Schutz der Konsumenten durch die aktuelle Gewährleistungspflicht nicht ausreichend und fordern eine Nachbesserung, wie die Berliner Zeitung (Dienstag) berichtete. Demnach fordern die Grünen eine Ausweitung der Beweislast für den Hersteller über den gesamten Gewährleistungszeitraum. Auslöser für diese Forderung seien die Diskussionen über die immer kürzer werdende Lebenszeit von Elektro-Geräten.

Das Umweltbundesamt stellte im Jahr 2015 in einer Studie fest, dass z.B. Kühlschränke und Waschmaschine inzwischen eine kürzere Lebensdauer haben als noch vor rund 10 Jahren. Dabei ging es nicht um den immer früher erfolgten Neukauf des „neuesten Modells“, wie es u.a. bei der Unterhaltungselektronik häufig der Fall ist, sondern um den tatsächlichen Verschleiß und dem anschließenden Defekt.

In den Jahren 2005 bis 2012 lag die sog. Erstnutzungsdauer eines Flachbildschirms im Durchschnitt zwischen zehn und zwölf Jahren. Im Jahr 2012 war das ausgetauschte Gerät im Schnitt 5,6 Jahre alt.

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