Eurokrise schaukelt aus dem Untergrund empor


Die Eurokrise schaukelt sich wieder aus dem abgedeckten Untergrund empor. Mit dem Verzicht auf die Ursachenbekämpfung sind jegliche Maßnahmen gegen die Symptome ohnehin sinnlos und bieten lediglich Zeit für eine weitere Verzögerung des Zusammenbruchs.

Euro-Retter sind um weitere Verzögerung bemüht

Eurokrise

Der Zusammenbruch ist 'natürlich vorgegeben'

Die Krisenlage rund um den Euro spitzt sich wieder zu. Auch wenn Politik und deren wohlgesonnenen Ökonomen von einer abgeklungenen Euro- und Staatsschuldenkrise sprachen, ist in Wahrheit die dramatische Lage lediglich mit oft irgendeiner unsauberen Maßnahme unter einen Pflaster versteckt worden. Symptome wurden behandelt, nie aber die Ursache. Im Untergrund entzündet sich die offen liegende Wunde immer weiter und die “Euro-Retter” sind lediglich darum bemüht, die Pflaster mit Mullbinden zu ersetzen.

Mit dem näher rückenden Termin einer nächsten notwendigen Tranche aus dem dritten Kreditprogramm ist der übliche Streit zwischen Athen, den EU-Politikern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) wieder voll entfesselt. Man bemüht sich weiterhin um positive Stimmung, wie der kürzlich wiedergewählte ESM-Chef Klaus Regling unter Beweis stellte. Griechenland sei auf einem guten Weg und ein weiteres Kreditprogramm sei voraussichtlich nicht mehr notwendig, so seine Einschätzung.

Die EU-Kommission ermahnte Italien zu einer überfälligen Entscheidung, wie nun endlich die Staatsschulden vermindert werden könnten. Italiens Schuldenquote liegt inzwischen im Bereich von 133 Prozent des BIP. Der Bankensektor ist am Kippen und Rom verstieß mit dem Segen Brüssels gegen die geltende “Bail-In-Regel” und setzte gemäß dem eigentlich abgeschafften “Bail-Out” einen milliardenschweren Bankenhilfsfonds aus Mitteln der Steuerzahler auf.

Portugals Schuldenstand hat inzwischen wieder den Bereich kurz vor der “Rettung” erreicht. Die Wirtschaft lahmt und dürfte in naher Zukunft ohne Zuschüsse nicht mehr über die Runden kommen.

So ganz nebenbei brodelt es bei den Wirtschaftsgrößen Spanien und Frankreich ebenfalls ordentlich. Vor allem bei Frankreich dürften bald wieder die Forderungen nach der Rückgewinnung des Vertrauens der Finanzmärkte zu hören sein. Die Renditen für Frankreichs Staatsanleihen klettern unverdrossen in die Höhe. Ein Hinweis auf den Vertrauensverlust der Anleger, bzw. deren Einschätzung höherer Risiken.

Die Wunde kann auch mit Mullbinden und Gips zugepflastert werden, es wird nur kosmetische Wirkung haben solange die Ursache dafür nicht einmal in Frage gestellt wird. Die Banken sind die mittelbaren Urheber der Staatsschuldenkrise. Sie nutzen lediglich das ihnen exklusiv zur Verfügung gestellte Recht, Geld ausschließlich zur Kreditvergabe aus dem Nichts zu erzeugen und dafür auch noch Zinsen zu verlangen. Ein Geldsystem, das auf völlig “natürlichem Wege” zum Zusammenbruch führen muss, da auch die verlangten Zinsen nur durch die erneute Aufnahme eines Kredits generiert werden können. Das verzinste Schuldgeldsystem wurde bisher von keinem der von den Leitmedien hofierten Ökonomen hinterfragt.

Eine Verzögerung kann nicht in unendliche Länge ausgedehnt werden, das wissen auch die Verantwortlichen. Die Frage lautet lediglich, welcher Eckpfeiler anvisiert wurde, bis auch der letzte Faden reißen darf. Es könnte sich um das ausreichende Scheffeln realer Werte anhand fiktiv geschaffenes Kapitals handeln sowie um die geopolitische Sicherung der Rohstoff-Vorkommen im Nahen und Mittleren Osten, in Verbindung mit einem abgeschlossenen Stellungsbezug militärischer Einheiten rund um Iran und Russland.


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