EZB-Geldpolitik & Kritik der Volkswirte – Augenwischerei


Das Spiel zwischen der EZB-Geldpolitik und der bestellten Kritik durch Volkswirte wird noch eine Weile fortgesetzt werden. So gehört auch das Bejubeln eines vermeintlichen Teilerfolgs zu Strategie der Augenwischerei.

Zusammenbruch der Banken und Finanzmärkte wird lediglich verzögert

Wucher

Schäfchen müssen noch ins Trockene gebracht werden

Das Spiel mit der von der Europäischen Zentralbank (EZB) weit aufgedrehten Euro-Pumpe und den skeptischen Äußerungen von Ökonomen wird wohl bis zum “bitteren Ende” weitergeführt werden. Die EZB pumpt Monat für Monat Milliarden in die Finanzmärkte, alleine 80 Mrd. Euro mtl. über das Anleihekaufprogramm, um die Inflation auf Höhe und die Wirtschaft in Schwung zu bringen. Bisher blieb der Erfolg “grandios” aus und gleichzeitig geben sich die Wirtschaftsexperten zum Besten, indem sie wiederholt darauf hinweisen, dass es nichts bringt.

Wenn es doch mal zu einer kleinen Fluktuation im Kreditmarkt kommen sollte, wird dieses kleine Ereignis als leuchtendes Beispiel für die EZB-Geldpolitik hervorgehoben. Im September vergaben die Banken innerhalb der Eurozone 1,9 Prozent mehr Darlehen an Firmen als noch ein Jahr zuvor. An Privathaushalte wurden im gleichen Zeitraum 1,8 Prozent mehr Kredite vergeben. Damit sei bestätigt, dass sich die gewünschte Anhebung der Kreditvergabe an die Realwirtschaft auf Erfolgskurs befinde.

Derzeit sind für die Finanzmärkte 1,74 Billionen (!) Euro auf Knopfdruck frisch erzeugtes Geld durch Anleihekäufe der EZB geplant. Eine Verlängerung des Kaufprogramms über März 2017 hinaus ist derzeit sehr wahrscheinlich.

Der Chefvolkswirt der Förderbank KfW, Jörg Zeuner, sieht den vermeintlichen Erfolg der EZB-Geldpolitik skeptisch. Weiterhin gehe für das europäische Wirtschaftswachstum vom Kreditmarkt kaum Schubkraft aus, so Zeuner lt. Handelsblatt. Es ginge nach wie vor zu schleppend voran. Die Kreditinstitute selbst seien derzeit unter starkem Druck, da die Anforderungen der Regulierer hoch seien und die Niedrigzinsen nur geringe Renditen zuließen. Die Unternehmen selbst seien derzeit zurückhaltend mit Investitionen. Sie scheuten die Risiken.

Im September stieg die Geldmenge in der Euro-Zone (M3) um 5,0 Prozent an. Zu der M3-Geldmenge gehören u.a. Gelder auf Girokonten, kurzfristige Geldmarktpapiere, Schuldverschreibungen mit max. 2 Jahren Laufzeit und nicht zuletzt Bargeld.

Die M3-Geldmenge abzüglich der Zugewinne aus BIP beschreiben übrigens die Inflation, die mit der eher bekannte Teuerungsrate nur wenig gemeinsam hat.

Das massive Geld in die Märkte pumpen dient lediglich dem Zweck, die Kreditinstitute noch so lange wie möglich am Leben und die Finanzmärkte in guter Laune zu halten. Solange bis die Schäfchen ins Trockene gebracht wurden. Dann dürften die Stricke gekappt werden.


Tarifomat24.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.