Fachkräfte-Migration aus Drittländern läuft nicht rund


Die forcierte Migration von Fachkräften aus Drittländern läuft offenbar nicht so rund wie vorgestellt. Die Zuwanderung erfolgt in der Regel in die ohnehin schon wirtschaftlich starken Regionen. Das Nachsehen haben die bereits abgeschlagenen Gebiete. Die Gräben werden größer.

Ungleichgewicht zwischen den Regionen wird verstärkt

Arbeitnehmer

Wohlstandsgefälle nimmt durch Migration weiter zu

Zuwanderung alleine für die Beseitigung des vermeintlichen Fachkräftemangels alleine reicht nicht aus. Dazu müssten die Neuankömmlinge auch in einer gewissen Gleichmäßigkeit in den unterschiedlichen Regionen verteilt werden. Doch die bisherige Entwicklung bei der Zuwanderung in die Bundesrepublik zeigt nicht nur Veränderungen beim demografischen Wandel, sondern auch eine Vergrößerung des Wohlstandsgefälles. Das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat die Auswirkungen der Zuwanderung, insbesondere aus Drittstaaten, genauer unter die Lupe genommen und kam auf das Ergebnis, dass vor allem die ländlichen Gebiete über eine Überalterung und Abwanderung leiden und die Zuwanderung vor allem auf die bereits schon wirtschaftlich stärkeren Regionen konzentriert ist.

Gut integrierbare Zuwanderer geben „wichtige Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung“, so IW, allerdings ziehen diese am liebsten in diese Regionen, die in der Demografie sowie Wirtschaft ohnehin schon auf solidem Boden stehen. Besonders erfolgreiche Regionen wie z.B. in Süddeutschland profitierten überproportional und schwächere Gebiete erleiden noch stärkere Abwanderung und Überalterung. Die bereits sichtbaren Gräben werden noch größer.

Ein Grund für die Korrektur des demografischen Wandels sei das relativ niedrige durchschnittliche Alter der Migranten. Damit dieser Entwicklung entgegengewirkt werden könne, empfiehlt das IW, die Regionen im Ausland noch stärker anzupreisen als bisher. Dabei müssten interessierte Fachkräfte gezielt angesprochen und deren Anstrengungen gebündelt werden.

Fließender Tausch der zu teuren Fachkräfte

Damit empfiehlt das Institut das Auftreten in den Drittländern quasi als Abwerber vor Ort, um dort die in der Regel selbst dringend benötigten Fachkräfte für die Migration in die Bundesrepublik zu überzeugen. Im deutschen Arbeitsmarkt wartet auf die Fachkräfte aus den Drittländern ein höherer Lohn, der aber um ein deutliches niedriger ist, als das Entgelt für die einheimischen Fachkräfte. Auf diese Art kann der vermeintlich zu teure deutsche Arbeitnehmer unter dem Deckmantel des Fachkräftemangels einfach durch weniger „anspruchsvolle“ Arbeitnehmer ausgewechselt werden.

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