Germania-Pleite: Politiker fordern Insolvenzversicherung


Wohlwollend, vor allem aber populär klingend sind nach der Germania-Pleite nun die Rufe aus den Reihen der Politiker zu hören, die eine verpflichtende Insolvenzversicherung zum Schutze der Fluggäste fordern.

Nach Insolvenzen Air Berlin + Germania wird nun (verbal) reagiert

Flughafen Check-In

Ticket bezahlt - Airline pleite - Flug gestrichen

Die jüngste Pleite der Berliner Fluggesellschaft Germania bewegt die stets nach Wählerstimmen suchenden Parteien wiederholt zu Reaktionen, statt zu präventiven Aktionen. Populär klingend werden nach der Insolvenz von Germania und die nun geschädigten Fluggäste Maßnahmen gefordert, die Betroffene in einem solchen Fall schützen sollen. Als wenn nach Air Berlin nicht Zeit genug gewesen wäre.

Die Fluggastrechte müssen gestärkt werden, so nun die SPD bei gleichzeitigem Ansatz einer Initiative. Der rechtspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Fechner, kündigte im Gespräch mit Handelsblatt (Mittwoch) „einen neuen Vorstoß zur Verbesserung der Verbraucherrechte bei Airline-Insolvenzen“ an. Die SPD habe schon immer eine Absicherung der Kundengelder durch die Fluggesellschaften gefordert. „Wenn Verbraucher schon den vollen Flugpreis gezahlt haben, müssen sie die Garantie haben, auch fliegen zu können“, so Fechner. Die Union habe diesen Weg bisher stets blockiert. Dieser Schutz der Fluggäste sei nun auch eine Aufgabe der EU. Die neue EU-Kommission sowie das neue EU-Parlament müsse diese drängenden Probleme dringend angehen.

Hofreiter fordert Insolvenzversicherung per Gesetz

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter fordert nach der Germania-Pleite ein Gesetz für eine Insolvenzversicherung. Zu den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben) erklärte Hofreiter, dass Konsumenten vor Insolvenzen besser geschützt werden müssen. Damit der Fluggast zum Schluss nicht auf seinem Ticket sitzen bleibe, müsse die Bundesregierung nun einen Gesetzesentwurf auf den Weg bringen und die Reiseveranstalter dazu verpflichten, diese Versicherung abzuschließen.

Vor Ticketkauf entweder Verträge studieren oder das Risiko eingehen

Nach dem Konkurs von Air Berlin im Jahr 2017 verfielen die Tickets für rund 100.000 Fluggäste. Doch mit einer Insolvenzversicherung scheint es gar nicht so einfach zu sein. Sollte eine Fluggesellschaft bereits auf wackeligen Beinen stehen, könnten die Versicherungen eine derartigen Versicherungsschutz auch ablehnen. „Versicherungen versichern in der Regel keine brennenden Häuser“, so Reiserechtler Andreé Schulze-Wethmar im Gespräch mit GEO. Für Fluggäste bliebe heute die Möglichkeit, sich vor dem Erwerb eines Tickets über die Fluggesellschaft zu erkundigen. Dazu gehörte auch das Nachlesen der Versicherungsbedingungen bei einer womöglich schon bestehenden Insolvenzversicherung, ob bestimmte Airlines von Leistungen ausgeschlossen sind und wenn ja bei welchen.

Das klingt schon direkt nach einer erforderlichen Rechtsberatung beim Akt einer Ticketbuchung.

Der Kunde würde den Insolvenzschutz ohnehin selbst bezahlen

Rund 4 Prozent betrug in den vergangenen Jahren die Quote der noch verteilbaren Insolvenzmasse an die Gläubiger. Ein „Ticket-Gläubiger“ zählt eher zu den „kleinsten“ und wohl „vernachlässigbaren“ Gläubigern. Bezahlen darf der Endkunde ohnehin. Entweder er bleibt auf dem Ticket der insolventen Fluggesellschaft sitzen, oder er bezahlt anteilig die auf die Ticketpreise umgelegten Versicherungsprämien.


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