Gläubiger haben nach Insolvenzverfahren schlechte Karten


Gläubiger haben sehr schlechte Karten, ihr Geld nach der Einleitung eines Insolvenzverfahrens vom Schuldner wieder vollständig zurück zu erhalten. Die Quote zwischen der geforderten Summe und den verfügbaren Beträgen lag bis Ende 2014 gerade mal bei 2,6 Prozent. Der “Rest” ist Verlust.

Deckungsquote bei Privatinsolvenzen besonders gering

Kaptialanlagen

Gläubiger erhalten anteilige Krumen zurück

Für Gläubiger schimmert lediglich ein kleines Kerzchen der Hoffnung auf den Erhalt der noch offen stehenden Geldsumme, wenn der Schuldner in die Insolvenz abgerutscht ist. Bei sämtlichen Insolvenzverfahren, die zwischen den Jahren 2010 und Ende 2014 eröffnet wurden, fiel für Gläubiger von der geforderten Gesamtsumme nur ein Anteil von 2,6 Prozent ab. Der große Rest von 97,4 Prozent löste sich in Luft auf.

In dem von der Statistikbehörde Destatis erfassten Zeitraum betrugen die quotenberechtigten Forderungen der Gläubiger rund 10,9 Milliarden Euro. Der zur Verteilung zur Verfügung gestandene Betrag lag bei 282 Millionen Euro. Somit blieben die Gläubiger auf ca. 10,6 Milliarden Euro ihrer Forderungen sitzen.

Die Deckungsquote bei Unternehmen, deren Insolvenzverfahren im Jahr 2010 eröffnet und bis Ende 2014 beendet wurden, lag bei 5,0 Prozent. Die Quote bei Verbraucherinsolvenzverfahren lag lediglich bei 1,6 Prozent.

Die Verluste der Gläubiger bei Unternehmensinsolvenzen summierten sich auf knapp 3,6 Milliarden Euro. Bei Verbraucherinsolvenzen kam eine Summe von 3,9 Milliarden Euro als Verlust zusammen, bei den übrigen Insolvenzverfahren lagen die Verluste bei ca. 3,2 Milliarden Euro.


Tarifomat24.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.