Glückliche Deutsche: Wer unzufrieden ist müsste selbst schuld sein


Wer in Europa glückliche und zufriedene Menschen sucht, wird in Deutschland fündig. Hier erleben die Bundesbürger einen neuen Höhepunkt des Jahrzehnts. Das Glück der Deutschen basiert nicht auf Einkommenshöhe, sondern auf den Umstand nicht arbeitslos zu sein sowie das große Vertrauen gegenüber den Mitmenschen.

Wer unzufrieden ist müsste eigentlich schon selbst daran schuld sein

Zufriedenheit

Glück im Leben: Job & Vertrauen sollten reichen

Sind Sie unzufrieden mit Ihrem Leben weil der Niedriglohn die steigenden Kosten für Strom, Gas, Lebensmittel, Miete, GEZ und ein wenig “Luxus” kaum mehr abdecken kann? Die relative Sicherheit des Arbeitsplatzes hilft auch nicht zu mehr Perspektiven in der Zukunft? Dann sollten Sie sich fragen, ob Sie zu den misstrauischen Menschen gehören, denn die Chancen, mehr Zufriedenheit im Leben zu erreichen, liegen bei mehr Vertrauen gegenüber den Mitmenschen ungleich höher.

Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Demnach sind 64 Prozent der Personen, die in andere Menschen mehr vertrauen zeigen, mit ihrem Leben besonders zufrieden. Bei misstrauischen Personen fühlten sich lediglich 30 Prozent “rund-um glücklich”.

Der Kernpunkt der Studie liegt in der allgemeinen Zufriedenheit der deutschen Bürger und hier wurde seit mehr als zehn Jahren ein neuer Zenit am Himmel erreicht. Die IW-Studie beschreibt die halbe Bevölkerung Deutschlands als in einem “hohen Maße zufrieden” und nur 2 Prozent zeigten sich als “weniger Zufrieden” mit ihren Lebensumständen.

Dabei spielte für eine hohe Zufriedenheit der Unterschied zwischen einem vorhandenen Arbeitsplatz und der Arbeitslosigkeit die größte Rolle. Zwischen beiden Gruppen gibt es einen Abstand zur jeweiligen Zufriedenheit um 20 Prozent. Der große Unterschied bleibe auch dann bestehen, wenn es im Vergleich zwischen Erwerbstätigen und Arbeitslosen keine Abweichungen bei Bildungsabschluss, Gesundheit und Einkünften gibt.

Ein Arbeitnehmer mit Niedriglohneinkommen ist somit im Durchschnitt viel zufriedener mit seinem Leben als ein Arbeitsloser, dessen Einkünfte aus Harz-IV gleich hoch liegen.

Junge Menschen und kurz vor Renteneintritt sind hoch zufrieden

Wer als Niedriglohn-Beschäftigter zwischen 15 und 25 Jahre alt ist und sich dennoch unzufrieden mit seinem Leben zeigt, könnte beinahe zu einem Ausnahmefall zählen. Die Studie hob die jungen Menschen in dieser Alterstrufe als besonders zufriedene Bürger hervor. Auch Arbeitnehmer kurz vor dem Eintritt in den Ruhestand sind lt. der IW-Studie besonders zufrieden. “Miesmuffel” dagegen die 50- bis 60-Jährigen. Diese Altersgruppe zeigte sich weit weniger zufrieden als der Durchschnitt.

Unzufrieden trotz Beschäftigung – Einkommenshöhe egal – und ein junger Mensch, bzw. im fortgeschrittenen Alter über 60? Das Problem könnte bei Ihnen selbst liegen, so könnte die Studie zumindest interpretiert werden. Denn 98 Prozent gaben nicht an, nur “geringe Zufriedenheit” zu verspüren. Die “pure Unzufriedenheit” scheint in der deutschen Bevölkerung erst gar nicht zu existieren.

Unzufriedenheit scheint dann hausgemacht zu sein

Ergo: Wer in Deutschland einen Job hat – egal in welcher Einkommensklasse – und unzufrieden ist, scheint irgendwie selbst daran schuld zu sein. Das persönliche Unglücksgefühl könnte am Mangel von Vertrauen liegen. Der Umstand, den Lebensalltag aufgrund geringer Einkommen und steigenden Kosten kaum mehr bewältigen zu können, scheint für die persönliche Zufriedenheit nur eine untergeordnete Rolle zu spielen.


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