Harter Brexit könnte für Steuerzahler teuer werden


Ein ungeregelter Austritt Großbritanniens aus der EU würde dem deutschen Steuerzahler teuer zu stehen kommen. Die Mehrbelastung summierte sich im Bereich von bis zu 3 Milliarden Euro pro Jahr.

Harter Brexit könnte teure kommen als bisher angenommen

EU-Fetzen

EU wird für Steuerzahler immer teurer

Wenn Großbritannien aus der Europäischen Union (EU) austritt, könnten die Kosten dafür die bisherigen Schätzungen übersteigen. Für die EU-Mitgliedsländer stehe eine höhere Rechnung ins Haus als bisher angenommen, so die BILD (Montag) unter Berufung eines Experten für eine Anhörung des Europaausschusses des Bundestages.

Besonders teuer könne demnach ein „Harter Brexit“ werden, also ohne vertragliche Vereinbarung zu einem geregelten Austritt. In diesem Fall müsse Großbritannien ab April 2019 überhaupt keine Gelder an die EU überweisen. Das gelte auch für die künftigen Kosten für die Pensionen der EU-Beamten. Dafür seien rund 63,8 Milliarden Euro veranschlagt. Einzahlungen für den EU-Rentenfonds müssen nur EU-Mitglieder leisten.

Dem EU-Haushalt würden nach einem „Harten Brexit“ für den Zeitraum April 2019 bis Ende 2020 bis zu 20 Milliarden Euro fehlen. Davon fielen bis zu 6 Milliarden Euro für die Bundesrepublik an. Ab 2021 kommen auf die Bundesrepublik höhere EU-Zahlungen zu. Pro Jahr würden dem EU-Haushalt ohne Großbritannien 8 bis 10 Milliarden Euro fehlen. Für die deutschen Steuerzahler käme eine Mehrbelastung von bis zu 3 Milliarden Euro zu.


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