Hauen & Stechen zwischen USA & EU – 14 Mrd. USD von Deutscher Bank gefordert


Hauen und Stechen zwischen den USA und der EU. Die US-Justizbehörden setzen gegen die Deutsche Bank eine Strafzahlung in Höhe von 14 Milliarden Dollar an. Offenbar eine Antwort auf die “Frechheit”, von Apple Steuernachzahlungen einzufordern.

Bei Geld hört die Freundschaft auf – Finanzmärkte machen es vor

Deutsche Bank

Für Deutsche Bank könnte es finster werden

Schlagabtausch sowie Hauen und Stechen zwischen den USA und der EU über den Atlantik hinweg. Nachdem die EU-Kommission vom Mobilfunk-Riesen Apple für die Sitz in Irland eine Steuernachzahlung in Milliardenhöhe forderte, schraubten die US-Justizbehörden offenbar kräftig an der Schraube zu den in Aussicht gestellten Strafzahlungen durch die Deutsche Bank. 14 Milliarden Dollar lautet das “Eröffnungsangebot” für die vorgeworfenen Missetaten der Deutschen Bank im Immobiliensektor während der aufflammenden Bankenkrise.

Die Deutsche Bank hat Strafzahlungen ohnehin schon als festen Bestandteil ihrer Haushaltsplanung mit eingeplant, aber sollten die 14 Milliarden Dollar tatsächlich zum Tragen kommen, sieht es für das größte deutsche Finanzinstitut zappenduster aus. Das Budget für das “Begleichen von Verfehlungen” beträgt einen Bruchteil davon.

Es liegt klar auf der Hand, dass die USA in Streitfällen um Finanzangelegenheiten am längeren Hebel sitzen. Als Herausgeber und Oberbeaufsichtiger des US-Dollars als Weltwährung reichen Handstrich und Fingerzeig aus, um einer beliebigen Bank den Zugang zum internationalen Finanzmarkt zu blockieren. US-Banken werden mit Samthandschuhen angefasst und echte Strafen gegen die eigenen Kreditinstitute bleiben natürlich aus. Es handelte sich stets um einen “außergerichtlichen” Vergleich. Somit zahlt die US-Bank ihr “Bußgeld” und kann diese Ausgabe steuerlich als einen Verlust geltend machen. Am Ende steht der Steuerzahler gerade.

Aktionäre der Deutschen Bank haben die Nachricht über die angesetzten 14 Milliarden USD sehr verstimmt reagiert. Es setzte eine Verkaufswelle ein und der Kurs der Deutschen Bank-Aktie rauschte um über 6 Prozent nach unten.


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