Homeoffice: Mehr Nachteile als Vorteile?


Das sog. Homeoffice ist in aller Munde. SPD dafür, Union vehement dagegen. Dabei scheinen lt. einer aktuellen Studie die Nachteile den Vorteilen von Heimarbeit zu überwiegen.

Mehr Überstunden und keine höheren Freizeitanteile

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Heimarbeit bedeutet Mehrarbeit

Das Büro zuhause hört sich verlockend an, vor allem nach weniger Hektik und mehr Flexibilität bei der Gestaltung des Arbeitstages. Das sog. Homeoffice ist unlängst auch zu einem politischen Thema geworden. Bereits erste Stimmen für einen gesetzlichen Anspruch auf ein Büro Zuhause wurden laut. Doch die „heile Arbeitswelt“ in den eigenen vier Wänden könnte ein Trugschluss sein, besonders mit dem Blick auf die geleisteten Arbeitsstunden.

Überstunden im Büro und später nach Hause kommen ist die eine Seite der Medaille. Die andere Seite wären kürzere Arbeitswege, aber noch mehr Überstunden. Die Hans-Böckler-Stiftung hat sich mal die Verhältnisse von Erwerbsarbeit, Kinderbetreuung und andere Aktivitäten bei Heimarbeiter und „normalen“ Bürotätigen angesehen.

Mehr Freizeit ist bei Heimarbeit nicht in Sicht

Demnach kommen Mütter, die ihre Berufstätigkeit Zuhause ausführen, pro Woche auf drei Stunden mehr Betreuungszeit für Kinder als Mütter, die täglich zu ihrem externen Arbeitsplatz fahren. Für den ausgeübten Beruf kommt bei „Homeoffice“-Tätigkeiten gleich eine weitere Überstunde hinzu.

Väter leisten Zuhause im Schnitt um 2 mehr Überstunden für die Berufstätigkeit als Väter im „externen Büro“. Für die Kinder fällt im „Homeoffice-Bereich“ jedoch keine zusätzliche Zeit ab.

Durchschnittlich vier Überstunden pro Woche leisten Väter mit selbstbestimmten Arbeitszeiten. Davon werde jedoch nur ein relativ kleiner Teil bezahlt. Außerdem würde sich die sichtbare Präsenz fördernd auf die Karrierechancen auswirken. Mütter mit selbstbestimmten Arbeitszeiten leisten pro Woche eine knappe Stunde Mehrarbeit gegenüber Müttern mit festen Arbeitszeiten. Für Kinder fielen pro Woche rund 1,5 Stunden mehr Zeit ab.

Flexible Arbeitsgestaltung in den eigenen vier Wänden führe auch nicht zu mehr Erholungszeit. Dazu zählten Schlaf und frei gestaltete Aktivitäten. Das Ausbleiben von mehr Freizeit gelte für „Homeoffice-“ Tätigkeiten generell.

Die SPD fordert einen gesetzlichen Anspruch auf „Homeoffice“. Die Union sowie Arbeitgebervertreter wehren sich dagegen. Nun zeigt die aktuelle Studie jedoch auf, dass die Arbeitnehmer Zuhause mehr Überstunden leisteten als am externen Arbeitsplatz und dies quasi für einen Obolus. Eigentlich ein Anreiz, dem Vorschlag der Sozialdemokraten ein offeneres Ohr zu gewähren. Es fehlten nur noch eine Aufstellung der Effektivität sowie die Gegenrechnung, welchen „wirtschaftlichen Schaden“ der Ausfall des täglich genutzten Autos und der öffentlichen Verkehrsmittel verursachen würde. Schließlich geht’s um nichts anderes, keinesfalls aber um das Wohlergehen von Arbeitskräften und deren Familien.


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