ifo: Euroraum 2017 auf langsamer Erholungstour


Die Institute ifo, INSEE und ISTAT sehen den Euroraum auf einer langsamen Erholungstour und sehen in den kommenden beiden Quartalen ein Wachstum von je 0,4 Prozent. Damit diese Prognose auch eintreffen kann, darf eine große Anzahl von möglichen Risiken keine negativen Einflüsse ausüben.

Aus heutiger Sicht könnte es so eintreffen

Weitblick

Prognosen treffen ein, wenn alles so bleibt wie es ist

Die deutsche Wirtschaft wuchs im Jahr 2016 um 1,9 Prozent, die Arbeitslosigkeit ist offiziell deutlich unter der Marke von 3 Millionen und in der Eurozone seien die Entwicklungen ebenfalls vielversprechend. Die statistischen Daten suggerieren eine allgemeine Erholung.

So sehen auch das Münchner ifo-Institut, INSEE (Paris) und ISTAT (Rom) den Euroraum auf einer langsamen Aufwärtstour. Nach und nach werde sich die Konjunktur erholen. In den ersten drei Quartalen 2017 dürfte das jeweilige Wachstum in der Währungsgemeinschaft bei 0,4 Prozent liegen. Das letzte Quartal 2016 dürfte ebenfalls mit 0,4 Prozent Wachstum abgeschlossen haben.

Angetrieben werde das Wachstum in der Eurozone durch den öffentlichen und privaten Konsum. Die privaten Haushalte verfügten über ein höheres Einkommen durch steigende Löhne und profitierten von verbesserten Bedingungen an den Arbeitsmärkten. Das gelte selbst bei einer ansteigenden Inflation. Die Investitionen werden sich voraussichtlich im ersten Halbjahr 2017 etwas erholen.

Die Inflationsrate werde deutlich ansteigen, von 0,7 Prozent im vierten Quartal 2016 auf je 1,5 Prozent im ersten und zweiten Quartal 2017. Diese Annahme basiert auf einen bei 56 Dollar pro Barrel (159 Liter) verbleibenden Ölpreis.

Dafür seien die möglichen Risiken sehr vielfältig. Die Institute zählten den kommenden US-Präsidenten, den Brexit, die Lage Italiens nach dem Referendum und die kommenden Wahlen in Holland, Frankreich und in der Bundesrepublik als maßgebliche Risiken auf. Darüber hinaus sei die Lage einiger Banken Italiens ebenfalls mit hohen Risiken behaftet. Von all diesen Faktoren hänge die aktuelle erstellte Prognose ab.


Tarifomat24.de

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