IKB sieht in Mindestlohn ein schlechtes Instrument


Die Spanne in der Bilanz aus Export und Binnennachfrage könne im Jahr 2014 leicht reduziert werden. Die voraussichtlich steigende Ausrüstungsinvestition wirke auf den deutschen Leistungsbilanzüberschuss positiv ein. Die IKB geht jedoch davon aus, dass die Einführung von Mindestlöhnen diese gewünschte Entwicklung belasten wird.

Mindestlöhne würden Ausrüstungsinvestition ausbremsen

Konjunktur

Mindestlohn ist kontraproduktiv

Deutschlands überschüssige Aussenhandelsbilanzen könnten im Jahr 2014 zumindest stabilisiert, wenn nicht sogar reduziert werden. Voraussichtlich steigt das Welt-Bruttoinlandsprodukt (BIP) im kommenden Jahr um 3,5%. Die Binnennachfrage in Deutschland wird im gleichen Zeitraum rund 2% Wachstum vorweisen können. Diese Einschätzungen zur konjunkturellen Entwicklung traf die Deutsche Industriebank (IKB).

Treibende Kraft für eine steigende Binnennachfrage in Deutschland werde die höhere Ausrüstungsinvestition der Unternehmen sein. Damit könne der Leistungsbilanzüberschuss in Relation zum BIP Stabilität erreichen oder leicht reduziert werden.

Den gegenwärtigen Diskussionen über den Leistungsbilanzüberschuss Deutschlands werde angesichts der leichten Erhohlungen in der Eurozone der Wind aus den Segeln genommen. Die deutschen Exportüberschüsse verlieren an Gewicht.

In diesem Zuge sieht die IKB in den geplanten Mindestlöhnen ein für die deutsche Wirtschaft kontroproduktives Instrument. Nicht zuletzt sei die Binnennachfrage im Jahr 2012 vor allem durch die Investitionsgüter belastet worden. Der Arbeitsmarkt und die realen Lohnanstiege sorgten bereits seit geraumer Zeit für einen robusten und stabilen Privatkonsum. Mindestlöhne stellten deshalb keine Lösung dar, so die IKB. Damit würden neben der Ausrüstungsinvestition auch der Arbeitsmarkt belastet werden. Letztendlich führte dies mittelfristig zu negativen Effekten auf das reale Einkommen sowie den privaten Konsum.


Tarifomat24.de

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