Inflation September 2013: TV-Geräte kaufen und sich von Kochsendungen ernähren


Deutschlands Verbraucher können sich zurücklehnen. Die Teuerungsrate September 2013 lag bei geringen 1,4%. Das Ersparte auf den noch niedriger verzinsten Konten wird demnach nur gemäßigt aufgefressen. Wer über den vergangenen Monat Elektronik konsumierte statt zu essen, kann sich über seinen Schnitt ganz besonders freuen.

Unnötiges wird günstiger – Lebensnotwendiges dafür deutlich teurer

Kartoffeln

Wer braucht schon Lebensmittel?

Die Preise für Verbraucher in Deutschland sind im September 2013 um +1,4% gegenüber dem Vorjahres-September angestiegen. Eine sehr gemäßigte Verteuerung, die den eigenen Geldbeutel nicht merklich belastet. Vorausgesetzt der Bürger ernährt sich von Flachbildschirmen, PCs und leichtem Heizöl.

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat die bereits prognostizierte Teuerungsrate für den vergangenen September bei 1,4% bestätigt. Durchaus akzeptabel und von einer “Inflationsgefahr” kann ganz und gar nicht ausgegangen werden. Alles im grünen Bereich.

Doch wer sich den Luxus erlaubt, sich täglich Nahrung zuzuführen, kommt nicht mehr einfach so billig davon. Der durchschnittliche Preisanstieg für Lebensmittel betrug im September 2013 +4,7%. Der Trend der letzten Monate wird also fortgesetzt. Die Butter, Vergleichs-Ware Nr.1, ist mit 29,2% um fast einen Drittel teurer geworden. Ein Ausweichen auf andere Speisefette oder Speiseöle für das Toastbrot rentiert sich nur eingeschränkt. Deren Preise sind um +13,6% gestiegen.

Zuviel Fett ist nicht gesund. Wer verstärkt auf Obst oder Gemüse ausweichen will, durfte im September um +6,8% bzw. +6.6% tiefer in die Tasche greifen. Ein gesunder Schluck Milch musste mit einem Aufpreis von +6,7% bezahlt werden, das beliebte Frühstücks-Ei kostete verteuerte sich um den gleichen Wert. Wer sich die Butter auf seinem Brot dennoch leisten will, sollte liquide genug sein, um auch die passende Wurst bezahlen zu können. Die Preise für Fleisch und Fleischwaren sind um +4,2% gestiegen.

Für Raucher ist die gewohnte Zigarette nach einem herzhaften Mahl bereits das i-Tüpfelchen zum ausschweifenden Lebenswandel. Nach dem sündhaft teuren Sandwich folgt der “vergoldete” Glimmstengel. Wer selber dreht zahlte im vergangenen Monat +6,3% mehr und die bereits vorgefertigten Rauchutensilien verteuerten sich um +3,7%.

Ein Trost für den herzhaften Frühstücker. Kaffee verbilligte sich um -4,5% und wer das Frühstücksfernsehen aus mehreren Richtungen gleichzeitig genießen will, konnte im September weitere TV-Geräte günstig zukaufen. Die Preise für die Unterhaltungselektronik fielen um -5,7%. Die Anschaffung eines “Informationsverarbeitungsgerätes” (z.B. PC) wurde mit einem Preisnachlass von durchschnittlich -11,3% belohnt.

Wer die Vorzüge der niedrigen Inflationsrate in Deutschland annähernd genießen will, sollte sich mit umgehend mit einer Vielzahl Fernsehgeräte eindecken und sich ausschließlich von den angebotenen Kochsendungen ernähren.


Bild: CC0 1.0 Universell

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