IWF-Chefin Lagarde fordert die Bundesregierung angesichts der voraussichtlich schwächeren Konjunktur zu höheren Haushaltsausgaben auf.

IWF stellt weitere Absenkung Wachstumsprognose in Aussicht

Konjunktur
Wachstumskräfte müssen nun gestärkt werden

Wenn die Konjunktur abflaut und geringere Steuereinnahmen in Aussicht stehen, müssen als Gegenmaßnahme die Ausgaben angehoben werden. Wenn der Chef das Gehalt kürzt, müsste demnach der Arbeitnehmer zuhause mehr Geld ausgeben. Was beim Privathaushalt absurd klingt, ist für öffentliche Haushalte jedoch erforderlich, so scheinbar die Logik des Internationalen Währungsfonds (IWF). Christine Lagarde, Chefin des IWF, forderte beim Gespräch mit der Zeit angesichts des Konjunkturabschwungs die Bundesregierung als Gegenmaßnahme zu höheren Staatsausgaben auf. Um die Wachstumskräfte zu stärken, schlug Lagarde vor, mehr Geld in „einige sinnvolle Dinge“ zu investieren, wie z.B. die Infrastruktur oder die Kinderbetreuung.

Im gleichen Zuge kündigte Lagarde an, dass die IWF-Ökonomen die Prognose zum deutschen Wirtschaftswachstum wahrscheinlich abermals nach unten setzen werden, nach einer bereits im Januar erfolgten Absenkung von vormals 1,9 auf 1,3 Prozent für 2019.

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