IWF pessimistisch – Bundesbank gewährt 41,5 Mrd. Kreditlinie


Der Internationale Währungsfonds (IWF) blickt offensichtlich mit Pessimismus auf die kommende Weltwirtschaftslage. Damit genug Gelder zur Verfügung stehen können, soll die Kapazität mindestens bis 2019 aufrechterhalten bleiben. Dafür springt auch die Bundesbank mit einer Bereitstellung von 41,5 Milliarden Euro ein.

Geldgeber erhielten neuerdings ein Stimmrecht

Bundesbank

Neue Kreditlinie 2016 läuft bis Ende 2019

Die Deutsche Bundesbank gewährt dem IWF einen Kredit in Höhe von maximal 41,5 Milliarden Euro, zeitlich befristet bis Ende 2019. Bundesbankpräsident Jens Weidmann und Bundesbankvorstand Andreas Dombret unterzeichneten die Vereinbarung über die Kreditlinie am 08. Oktober im Rahmen des IWF-Jahrestages in Washington, wie die Bundesbank meldete.

Der IWF sieht anhaltende globale Unsicherheiten und ist deshalb darin bestrebt, die derzeitige Ausleihkapazität auf Niveau zu halten. Ab Oktober wäre diese im Jahr 2012 vereinbarte Kreditlinie permanent verringert worden.

Mit der erneuten Vereinbarung einer “bilateralen Kreditlinie” stellt die Bundesbank dem IWF einen Betrag von 41,5 Milliarden Euro zur Verfügung. “Ein breiter internationaler Konsens unterstützt diesen Wunsch des IWF”, so die Bundesbank.

Erstmals wurde mit der Vereinbarung ein formales Stimmrecht eingeräumt. Bevor die Bundesbank die Gelder freigibt, müssen mindestens 85 Prozent der Geber (nach Beiträgen gewichtet) ihre Zustimmung geben. Die Geldgeber können auch darüber abstimmen, ob die bilaterale Kreditlinie nach Ablauf Ende 2019 um 1 Jahr verlängert wird.

Auf die Gelder der Bundesbank kann der IWF erst zurückgreifen, wenn die Quotenmittel und die Neuen Kreditvereinbarungen (NKV) weitgehend ausgeschöpft sind.



Tarifomat24.de

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