Die Entwicklung der deutschen Exporte und Importe im Februar 2023 lassen einen kleinen Lichtschimmer zugunsten der chronischen Außenhandelsbilanzüberschüsse zu. Doch der Schein trügt. Der Kapitalexport geht unverdrossen weiter.

„Relativer Lichtschimmer“ bei der Bilanz

Exportbilanz
Am Prinzip Kapitalexport kaum etwas verändert

Im Februar 2023 gab es im deutschen Außenhandel eine eher ungewöhnliche Entwicklung. Im Laufe des zweiten Monats des Jahres stiegen zwar die Exporte um 4,0 Prozent an, was nun nicht so außergewöhnlich ist, aber im gleichen Zeitraum stiegen die Importe mit einem Zuwachs um 4,6 Prozent etwas mehr an. Angesichts der seit vielen Jahrzehnten „chronischen“ Handelsbilanzüberschüsse mal ein „entspannender Anblick“. Denn ein Handelsbilanzüberschuss ist nur dann ein „Segen“, wenn die gelieferten Waren auch bezahlt und nicht nur „angeschrieben“ werden.

Der Lichtblick auf den etwas gedrosselten Bilanzüberschuss im Februar 2023 gilt jedoch nur für den Monatsvergleich. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, lag der Export-Anstieg gegenüber dem Vorjahres-Februar bei 7,6 Prozent und der Anstieg bei den Importen bei lediglich 3,8 Prozent. Bei den Warenwerten ergibt sich wiederum das gewohnte Bild des beständigen Exports von Kapital.

Die im Februar 2023 exportierten Waren hatten einen kalender- und saisonbereinigten Preis von 136,7 Milliarden Euro. Für die im gleichen Zeitraum importierten Waren summierte sich der Preis auf 120,7 Milliarden Euro. Damit gingen im Februar um 16,0 Milliarden Euro mehr ins Ausland als von dort nach Deutschland importiert wurde. Im Vormonat lag der Handelsbilanzüberschuss auf gleicher Höhe. Im Februar 2022 betrug der Kapitalexportes aufgrund des Handelsbilanzüberschusses 10,7 Milliarden Euro. Der anfängliche Lichtblick auf den gedrosselten Bilanzüberschuss ist daher nur „sehr relativ“.

Ein Anteil von 73,9 Milliarden Euro (kalender- und saisonbereinigt) der exportierten Waren gingen an die Mitgliedsländer der EU. Im gleichen Zeitraum gingen von den EU-Ländern Waren zu einem Preis von 62,8 Milliarden Euro gen Deutschland. Die Exporte stiegen gegenüber dem Januar um 2,0 Prozent und die Importe um 5,1 Prozent an.

An die Drittstaaten (Nicht-EU-Länder) gingen lt. Destatis im Februar 2023 Waren zu einem Preis von 62,8 Milliarden Euro. Der Import aus Drittstaaten betrug 57,9 Milliarden Euro. Wiederum ein Handelsbilanzüberschuss. Gegenüber Januar nahmen die Exporte in Drittstaaten um 6,6 Prozent und die Importe aus Drittstaaten um 4,0 Prozent zu.

USA wie gehabt größter Nutznießer

Der größte Abnehmer außerhalb der EU waren wieder die USA. Der Export-Anstieg gegenüber dem Januar betrug im Februar 2023 9,4 Prozent. Die USA erhielten somit Waren zu einem Preis von 14,0 Milliarden Euro. Ein weiterer größerer Anteil ging nach China. Der Export nach China kletterte um 10,2 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro. Ein weiterer größerer Abnehmer war das Vereinigte Königreich mit erhaltenen Waren für 6,3 Milliarden Euro, bzw. um 2,5 Prozent mehr als im Januar.

Lediglich China mehr Lieferung als Empfang

Lediglich China liefert an Deutschland mehr Waren als sie erhalten. Die Importe aus China betrugen im Februar 13,6 Milliarden Euro und damit um 6,7 Prozent mehr als im Vormonat. Die USA lieferten Waren für 7,6 Milliarden Euro und damit um 8,7 Prozent weniger als im Januar. Ebenfalls weniger lieferte UK. Der Import sank um 4,0 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro ab.

Marginaler Handel mit Riesenland

Fast schon marginal erscheint die Handelsbilanz mit der Russischen Föderation. Im Februar 2023 sank der deutsche Export um 14,3 Prozent auf 0,9 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr lag der Rückgang bei 59,9 Prozent. Der Import rutschte gegenüber dem Vormonat um 67,2 Prozent auf nur noch 0,3 Milliarden Euro ab.

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